Zwölf Jahre lang kickte der beinharte Mittelfeldspieler bei den "Reds", wurde mit dem Kultklub Meister und Champions-League-Sieger. Nun ist aber auch Henderson dem Ruf des Geldes erlegen. Der 33-Jährige wechselte zum saudischen Klub Al-Ettifaq, folgte dem Ruf der Liverpool-Legende Steven Gerrard, der dort als Trainer tätig ist.
Henderson soll beim saudischen Klub englischen Medienberichten zufolge 700.000 Euro pro Woche verdienen, sein Liverpool-Gehalt damit vervierfachen. Dafür, so der Vorwurf vieler, hat Henderson seine Ideale verraten. Denn der Liverpool-Kapitän setzte sich stark für die Rechte der LGBTQ-Community ein, erhielt dafür viel Anerkennung.
Dass der englische Teamspieler nun ausgerechnet in ein Land wechselt, in dem Homosexualität strafbar ist, und sogar bis zur Todesstrafe führen kann, stößt einigen sauer auf. So schrieb etwa der Ex-Fußballer Thomas Hitzelsperger, der sich nach seinem Karriereende als schwul outete, auf Twitter: "Ich habe eine Zeit lang geglaubt, dass seine Unterstützung für die LGBTQ-Gemeinschaft echt sein würde. Ich Dummerchen..."
Auch Hendersons Klub Al-Ettifaq sorgte derweil für Empörung. Der saudische Verein postete nämlich ein Vorstellungsvideo des 33-Jährigen. Dabei ist Henderson auch immer wieder als Liverpool-Kapitän mit einer Regenbogenschleife am Arm zu sehen. Doch genau diese Sequenzen des Videos wurden vom saudischen Klub in Schwarz-Weiß gezeigt, um die Regenbogen-Binde nicht erkenntlich zu machen. Dafür hagelte es vor allem auch in sozialen Netzwerken heftige Kritik.