Wetterphänomen

Schafskälte: Darum wird es im Juni so kalt

Der Sommer macht eine kurze Pause: Anfang Juni droht in Österreich ein Temperatursturz von bis zu 10 Grad. Was hinter dem Phänomen steckt.
Technik Heute
22.05.2026, 07:07
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Kaum haben sich viele auf den Sommer gefreut, macht das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die sogenannte Schafskälte sorgt in Mitteleuropa regelmäßig für einen Kälteeinbruch im Juni - auch in Österreich.

Das Wetterphänomen tritt typischerweise zwischen dem 4. und 20. Juni auf. Die höchste Wahrscheinlichkeit für den Temperatursturz besteht rund um den 11. Juni. Dabei sinken die Temperaturen auf 13 bis 15 Grad, stellenweise ist sogar Bodenfrost möglich.

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Wie chip.de berichtet, liegt die Eintrittswahrscheinlichkeit der Schafskälte bei rund 89 Prozent. Besonders in höheren Lagen wie den Alpen kann es sogar zu Neuschnee kommen.

Woher kommt der Name?

Der kuriose Name stammt aus der Landwirtschaft: Früher wurden Schafe oft im Juni geschoren. Die frisch geschorenen Tiere litten dann besonders unter dem plötzlichen Kälteeinbruch - daher der Begriff Schafskälte.

Das steckt meteorologisch dahinter

Verantwortlich für das Phänomen ist ein Tiefdruckgebiet über Europa, das kalte Polarluft aus nordwestlicher Richtung nach Mitteleuropa bringt. Der Grund: Im Juni sind die Landmassen bereits stark erwärmt, während das Meerwasser noch kühl ist. Dieses Ungleichgewicht erzeugt das Tief.

Durch den Klimawandel tritt die Schafskälte zwar seltener auf als früher. Ganz verschwunden ist das Wetterphänomen aber nicht - wer also einen Ausflug plant, sollte die Jacke sicherheitshalber einpacken.

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