Wetterkarte im Van-Gogh-Stil

Heißer Sommer? "Gemälde" zeigt Prognose für Österreich

Eine KI-generierte Wetterkarte im Van-Gogh-Stil deutet auf einen heißen, aber wechselhaften Sommer 2026 in Österreich hin.
Bernd Watzka
14.04.2026, 06:15
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Wird der Sommer heuer, wie du ihn dir wünschst? Die Antwort darauf liefert eine ungewöhnliche Prognose - und die sieht aus wie ein Kunstwerk: Der deutsche Klimadienst Donnerwetter.de ließ eine KI zahlreiche Wetterdaten analysieren - und im Stil von Vincent van Gogh visualisieren. Das Ergebnis: ein farbstarkes Gemälde mit klarer Botschaft.

"Alles, was an Prognosematerial von diversen Diensten verfügbar ist, haben wir in einen KI-Mixer gegeben und dann im Malstil auswerten lassen, wie der Sommer werden könnte", sagte Klimatologe Karsten Brandt zur Bild-Zeitung. "Rot heißt zwei Grad zu warm, gelb ein Grad zu warm."

Tiefrote Farben für Österreich

Vor allem Österreich sticht aus dem "Prognose-Gemälde" heraus. Die Alpen und der Osten des Landes leuchten tiefrot - ein Zeichen für deutlich überdurchschnittliche Temperaturen. Konkret könnte es im Schnitt rund zwei Grad wärmer werden als üblich. Damit steigt die Gefahr für Hitzewellen.

Ganz anders der Norden Europas: Die britischen Inseln bleiben grün, große Teile von Deutschland, Frankreich und Polen zeigen Gelbtöne - also nur leicht überdurchschnittliche Werte.

Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent

Doch ganz so einfach ist die Sache nicht. "Das ist etwas ungenau", gesteht  Brandt. Die Modelle sehen nur eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 bis 70 Prozent für einen warmen Sommer. Und: Warm heißt nicht automatisch schön. Im Gegenteil.

Uns droht unbeständiger Wetter-Mix

Experten warnen vor einem unbeständigen Mix in Mitteleuropa. "Ein paar richtig heiße Tage, dann wieder Gewitter, danach wird’s angenehmer - und dann beginnt alles von vorn", erklärt Meteorologe Dominik Jung. Vor allem durch den aktiven Jetstream könnten ständig neue Luftmassen nach Mitteleuropa gelangen.

Das sorgt für Bewegung in der Atmosphäre - und erhöht das Risiko für kräftige Gewitter und lokale Überschwemmungen. Auch der Atlantik funkt immer wieder dazwischen und verhindert stabile Hochdrucklagen.

Mega-Hitze in Südeuropa

Fix scheint dagegen die Lage im Süden: Im Mittelmeerraum drohen extreme Temperaturen. "Hier wird es auf jeden Fall zu heiß", so Brandt. Mehrere Phasen mit über 40 Grad seien möglich, das Meer könnte sich stark aufheizen.

Auswirkungen der Klima-Erwärmung in Österreich

Sieben dramatische Folgen der Klimakrise

  • 1. Temperaturanstieg: Österreich erwärmt sich etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Jahresdurchschnittstemperatur um 2 Grad gestiegen.
  • 2. Gletscher- und Schneeschmelze: Massive Gletscherrückgänge in den Alpen (z. B. Pasterze). Kürzere Schneesaisonen und weniger Schneesicherheit in mittleren Höhenlagen – kritisch für den Wintertourismus.
  • 3. Wasserhaushalt: Häufigere und längere Trockenperioden, besonders im Osten Österreichs. Gleichzeitig zunehmende Starkregen-Ereignisse führen zu Überschwemmungen und Muren.
  • 4. Landwirtschaft: Veränderte Vegetationszeiten, neue Schädlinge und Krankheiten. Höhere Ernteausfälle durch Trockenheit oder extreme Wetterereignisse. Chancen für neue Kulturen (z. B. Weinbau in höheren Lagen), aber Risiken überwiegen derzeit.
  • 5. Gesundheit: Hitzewellen mit zunehmenden Hitzetoten, besonders in Städten. Verbreitung neuer Krankheitsüberträger wie Tigermücken.
  • 6. Natur & Biodiversität: Veränderungen in Tier- und Pflanzenverbreitung. Verlust von alpinen Lebensräumen, z. B. durch Rückgang des Permafrosts.
  • 7. Wirtschaft & Infrastruktur: Schäden durch Extremwetter (z. B. Sturm, Hagel) nehmen zu. Kosten für Schutzmaßnahmen (z. B. Hochwasserschutz) steigen.

Seit 1880 ist die Durchschnittstemperatur in Österreich um etwa 2 Grad gestiegen - mehr als doppelt so viel wie im weltweiten Schnitt. Besonders in Städten wie Wien spürst du das durch immer häufigere Tropennächte und Hitzewellen.

{title && {title} } bw, {title && {title} } 14.04.2026, 06:15
Jetzt E-Paper lesen