Drei tropische Wirbelstürme halten derzeit den südlichen Pazifik in Atem. Der erste Zyklon "Vaianu" bewegt sich derzeit auf die Nordinsel Neuseelands zu. Starke Winde, extreme Niederschläge und Überschwemmungen drohen bis Sonntag (12.4.).
Im Norden und Osten Neuseelands können Regenmengen über 200 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 48 Stunden zusammenkommen. Die Folge wären Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutsche.
Außerdem werden starke Böen, Sturmfluten und große Wellen erwartet. Am Sonntagabend verlagert sich das System voraussichtlich weiter nach Südosten und zieht von Neuseeland weg.
Ein weiterer Wirbelsturm zieht auf Australien zu: Zyklon "Maila" wird voraussichtlich zwischen Montag und Dienstag den Nordosten des Kontinents treffen. Es drohen schwere Unwetter mit Starkregen, zerstörerischen Winden und Überschwemmungen.
"Maila" hatte sich Anfang April deutlich verstärkt und erreichte zwischenzeitlich sogar die höchste Kategorie 5. Aktuell ist "Maila" als Zyklon der Kategorie 4 eingestuft. Voraussichtlich Anfang nächste Woche wird der Zyklon auf Land treffen.
Nach aktuellen Prognosen steuert der Zyklon auf den australischen Bundesstaat Queensland zu. Besonders die Kap-York-Halbinsel im äußersten Norden könnte betroffen sein. Dort könnten innerhalb kurzer Zeit bis zu 100 Liter Regen fallen. An der Küste kann es zu Sturzfluten und meterhohen Wellen kommen.
Der "Dritte im Bunde" ist der Wirbelsturm "Sinlaku". Er bildete sich am 9. April über Mikronesien und soll sich bereits am Samstag (11.4.) verstärken und zwischen Montagabend und Dienstagfrüh als starker Zyklon auf die Insel Guam treffen.
Der fortschreitende Klimawandel verändert Zyklone und Hurrikans. Die tödlichen Stürme werden durch die globale Erwärmung zwar nicht unbedingt zahlreicher, aber deutlich gefährlicher. Für Küstenstädte, Inseln und selbst Binnenländer steigt das Risiko Jahr für Jahr.