Der vergangene Monat war laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus der zweitwärmste März in Europa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Weltweit war es der viertwärmste März seit Messbeginn, erklärten die Klimaforscher.
In weiten Teilen unseres Kontinents herrschten "überdurchschnittlich trockene Bedingungen", so die Klimatologen. Dieses Wetter folgte auf einen "unterdurchschnittlich kalten und außergewöhnlich nassen Februar mit verbreiteten Überschwemmungen", der für den Kontinent der drittkälteste Februar der letzten 14 Jahre war.
Die Durchschnittstemperatur lag mit 5,9 Grad Celsius deutlich - um exakt 2,27 Grad - über dem Referenzwert der Jahre 1991 bis 2020.
Die Bilanz der Forscher ist fatal: "Jede Zahl ist für sich genommen schon erschreckend - zusammen zeichnen sie das Bild eines Klimasystems, das unter anhaltendem und zunehmendem Druck steht", sagt Carlo Buontempo, Direktor des europäischen Klimadienstes.
Die Copernicus-Daten werden aus Milliarden von Messungen von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen gewonnen. Sie seien "unverzichtbare Grundlage für jede ernsthafte Klimaanpassung und politische Reaktion", so Buontempo.
Wie sah der März weltweit aus? Die globale Durchschnittstemperatur lag nach Angaben von Copernicus bei 13,94 Grad Celsius. Dieser Wert liegt 1,48 Grad über dem geschätzten vorindustriellen Durchschnitt der Jahre 1850 bis 1900 für diesen Monat.
Zudem liegt der jüngste Wert um 0,53 Grad über dem März-Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Damit setze sich der "Trend extremer Temperaturen" laut Copernicus fort. Der bisherige Rekord-März war im Jahr 2024.