Eine einzige Pole Position konnte der Monegasse in der laufenden Saison in Baku herausfahren – genauso wie den ersten Startplatz im Sprint-Rennen. Platz drei im Großen Preis von Aserbaidschan war schließlich die einzige Podestplatzierung in den fünf Saisonrennen.
Deshalb liegt Leclerc aktuell auch bloß auf dem siebten Rang der Fahrer-Weltmeisterschaft, hat 34 Zähler auf dem Konto – 85 weniger als Doppel-Weltmeister Max Verstappen. Das Ferrari-Ziel, wieder ernsthaft um die Weltmeisterschaft kämpfen zu können, ist außer Reichweite. Es wird neuerlich eine Saison zum Vergessen für die Scuderia.
Das liegt aber auch an Leclerc selbst, ist zumindest der ehemalige Formel-1-Pilot David Coulthard sicher. Der Monegasse mache einfach zu viele Fehler. Zuletzt flog er etwa in Miami gleich zweimal ab. "Das ist inakzeptabel. Es ist ein Schandfleck in seinem Lebenslauf. Er ist unglaublich schnell, er holt viel aus dem Auto heraus, aber er macht zu viele Fehler und der Kollateralschaden ist zu groß", meinte der ehemalige britische Formel-1-Pilot b ei "Channel 4".
"Er weiß es, das Team weiß es. Aber sie müssen es hinnehmen. Denn was sollen sie sonst tun?", führte der Sieger von 13 Grands Prix weiter aus. Um seinen Sitz im Ferrari müsse sich Leclerc aber keine Sorgen machen. "Sie werden ihn nicht feuern, denn er ist ihr größter Trumpf, den sie haben, wenn es darum geht, das letzte Bisschen aus dem Auto herauszuholen", führte der Schotte weiter aus.
Coulthard ist derweil davon überzeugt, dass ein WM-Titel befreiend wirken würde. "Das ist alles, was er braucht. Dann ist er ein kompletter Fahrer. Aktuell fehlt ihm dieser Gesamtsieg, deshalb geht er etwas verzweifelt ans Werk", schloss der Schotte.
Schon in der kommenden Woche kann Leclerc sein Können unter Beweis stellen. Der Große Preis in seiner Heimat Monaco steht auf dem Programm.