Rot-weiß-rote Enttäuschung zur Halbzeit im Olympia-Riesenslalom! Julia Scheib ging als große Gold-Favoritin ins Rennen. Nach dem ersten Durchgang liegt die Weltcupführende in Cortina nur auf Rang elf.
Die bittere Zwischenbilanz: Auf die Führende Federica Brignone fehlen Scheib 1,13 Sekunden, auf eine Medaille 0,67 Sekunden.
Der Grund? Nach Top-Zwischenzeiten verpatzte die Steirerin einen Übergang im letzten Sektor völlig, verlor alleine in diesem kurzen Abschnitt 72 Hundertstel auf die Schnellste. Sie sprang viel zu weit nach außen, hatte Probleme, überhaupt noch im Kurs zu bleiben.
Brisant: ÖSV-Kollegin Stephanie Brunner kritisierte vor dem "Heute"-Mikro die Weltcup-Führende aus dem eigenen Team nach diesem Missgeschick. Brunner über Scheib: "Wenn ich ans Außentor springe, bin ich völlig falsch. Keine Ahnung was sie da besichtigt hat. Gerade drüberfahren hätte gereicht."
Ebenso pikant waren die Infos, die ORF-Anchor Rainer Pariasek zum Abschluss des ersten Durchgangs über Scheib verriet: "Wir haben jetzt auch gehört – sie wollte das im Interview nicht so ganz bestätigen. Sie war nicht ganz happy mit dem Funkspruch, den sie bekommen hat. Sie hat gesagt, mit dem hat sie dann eigentlich im Nachhinein gesehen nicht viel anfangen können. Das war nicht so optimal."
Brunner übte nicht nur Kritik an der Kollegin, sie ging vor allem mit sich selbst hart ins Gericht. Nach Durchgang eins ist sie 20., sagte: "Ich bin oben nicht gut reingekommen. Über die Übergänge zu viel rausgenommen, was es nicht gebraucht hätte. Es war jetzt seit Längerem wieder eine geradere Kurssetzung, aber das sollten wir auch können. Alles wie immer – dass ich nichts mit den Medaillen zu tun haben werde, war vorher auch schon klar."
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