ÖSV-Star Julia Scheib ging am Sonntag als große Gold-Favoritin in den Olympia-Riesenslalom von Cortina d'Ampezzo. Der Speed stimmte bei der 27-Jährigen von Beginn an. Ein Schreckmoment im Finish von Lauf eins katapultierte die Steirerin fast aus dem Kurs und kostete jede Menge Zeit.
0,60 Sekunden verlor Scheib im letzten Sektor. Damit verspielte sie eine mögliche Topzeit – sie liegt als Elfte bereits 1,13 Sekunden hinter Gold. "Es war keine perfekte Fahrt. Dort und da ein paar Hackler gemacht. Es war sicher nicht optimal, beim Zielsprung hatte ich zu viel Richtung. Die Piste ist vom Charakter her nicht, was mir zugute kommt. Aber man muss es nehmen, wie es ist."
Der Sieg geht wie schon im Super-G nur über die italienische Lokalmatadorin Federica Brignone kurz nach ihrer Verletzungs-Rückkehr. Sie demolierte die Konkurrenz mit Startnummer 14. Überraschend auf Silberkurs: Die Deutsche Lena Dürr, der 0,34 Sekunden auf Brignone fehlen. Sofia Goggia fuhr direkt danach mit 0,46 Sekunden Rückstand auf Rang drei. Damit sind sämtliche Läuferinnen der Top-Gruppe derzeit außerhalb der Medaillenränge.
Zwischenzeitlich führte ein Trio aus Lara Colturi (Albanien), Sara Hector (Schweden) und Thea Louise Stjernesund (Norwegen), hat nun schon 0,74 Sekunden Rückstand auf Brignone.
Zwischen ihnen und Scheib lauern noch Mikaela Shiffrin (USA, +1,02), Valerie Grenier (Kanada, +1,03), Mina Fürst Holtmann (Norwegen, +1,05) und Alice Robinson (Neuseeland, +1,09) auf eine Medaille.
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