Neue Hinweise auf Ursache

Schiffsunfall auf der Donau – Kapitän wird angezeigt

Großeinsatz auf der Wiener Donau! Am frühen Morgen des 24. Juli rammte ein Schiff die Kraftwerkmauer. Nun steht eine mögliche Ursache im Raum.
Jana Stanek
24.07.2026, 15:16
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Chaos auf der Donau: Gegen 4.30 Uhr morgens gab es einen heftigen Knall im Bereich der Schleuse des Kraftwerks Freudenau. Ein Flusskreuzfahrtschiff war mit voller Wucht gegen eine Mauer gekracht, 14 Personen wurden verletzt – "Heute" berichtete.

Der 49-jährige Kapitän aus Bulgarien muss noch einvernommen werden. Eine erste Befragung lieferte allerdings bereits einen möglichen Hinweis auf die Ursache des folgenschweren Unfalls.

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Technischer Defekt als mögliche Ursache

"Es fließt derzeit in die Ermittlungen ein, dass ein technischer Defekt der Grund für den Unfall gewesen sein könnte", sagte Polizeisprecherin Julia Schick zu "Heute". Nun sollen Sachverständige klären, was letztlich tatsächlich zu dem Crash geführt hat.

Für den Kapitän hat der Unfall bereits Konsequenzen: "Er wird wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt", erklärt Schick. In solchen Fällen sei das das übliche Prozedere. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen jedoch weiterhin auf Hochtouren.

Sanitäter half sofort

Glück im Unglück: Unter den Passagieren befand sich ein Sanitäter aus Deutschland. Noch bevor die Berufsrettung Wien eintraf, kümmerte er sich um die Verletzten, leistete Erste Hilfe und verschaffte sich einen Überblick darüber, ob Schwerverletzte unter den Betroffenen waren.

Der Unfallhergang

Ein heftiger Schiffsunfall hatte Freitagfrüh in Wien einen Großeinsatz ausgelöst: Gegen 4 Uhr krachte die "MS Anna Katharina" beim Einfahren in die Schleuse stromaufwärts mit voller Wucht gegen die Kaimauer und das Schleusentor. Wie schwer der Aufprall war, zeigt der massiv beschädigte Bug des Schiffes.

Die Berufsfeuerwehr Wien löste Alarmstufe 2 aus und rückte mit einem Großaufgebot an. Einsatzkräfte waren sowohl am Ufer als auch mit Booten auf dem Wasser im Einsatz. An Bord bereiteten sie die Rettung der Verletzten vor.

Weil das Schiff mehrere Meter unterhalb der Hafenmauer lag, mussten fünf Personen mit einer Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Zwei weitere wurden mit einem Feuerwehrboot ans Ufer gebracht. Die übrigen Passagiere konnten auf ein anderes Schiff umsteigen.

Nachdem die "MS Anna Katharina" gesichert worden war, konnte der Einsatz gegen 6.30 Uhr beendet werden. Insgesamt standen 60 Feuerwehrleute mit 18 Fahrzeugen im Einsatz.

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