"Tut mir leid"

Falsche Beauty -Ärztin soll 54 Frauen verpfuscht haben

In Wien soll sich eine Iranerin (46) als Schönheits-Ärztin ausgegeben und 54 Beauty-Eingriffe verpfuscht haben. Eine Frau (50) verlor fast ihre Nase.
Christian Tomsits
24.07.2026, 05:30
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Jahrelang soll sich eine gescheiterte Ex-Architektur-Studentin (46) mit ihrer Schwester in Wien als Beauty-Ärztin ausgegeben haben – wir berichteten. Tausende Patientinnen wurden laut Staatsanwaltschaft ohne Zulassung von der überzeugenden "Frau Doktor" mit den Schlauchboot-Lippen in bester Wiener Innenstadtlage mit Hyaluron und Botox-Spritzen behandelt. "Sie hat mit der Gesundheit der Patienten gespielt – mit verheerenden Folgen", meinte der Staatsanwalt am Donnerstag zum Prozessauftakt.

"Teile meiner Nase fielen fast ab", erinnert sich Opfer Snezana T. (50) in "Heute". Sie spürte gleich nach der ersten Spritze, dass etwas ganz und gar nicht stimme: "Schätzchen, wir sind alle Ärzte, wir wissen, was wir tun", habe die 46-Jährige ohne jede medizinische Ausbildung beruhigt. Doch zwei Tage später war eine Not-OP nötig, um abgestorbenes Gewebe im Gesicht der Frau zu verhindern – insgesamt meldeten sich 54 Geschädigte als Opfer an, die allesamt als Zeugen aussagen sollen.

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Star-Anwalt Rudi Mayer verteidigte die Ex-Schönheits-Expertin am Wiener Landl, sie bekannte sich zur Kurpfuscherei und Körperverletzung, sowie zu einzelnen Betrugshandlungen "schuldig".
Denise Auer

Zersauster als auf ihren Insta-Storys und auf der Titelseite eines Hochglanzmagazins tauchte die Angeklagte im Gerichtssaal auf. Sie war nach ausgiebigen Shopping-Trips in Paris festgenommen worden, drückte sich vor so vor einem ersten Prozesstermin.

Im Ermittlungsverfahren bestritt sie noch alles vehement, dann bekannte sich die jetzt inhaftierte Ex-Beauty-Solon-Betreiberin kleinlaut "teilweise schuldig". Auf Anraten ihres Anwalts Rudi Mayer sagte sie sonst fast nichts aus.

Nur so viel: Es tut mir leid. Ich wusste nicht, wie lange manche gelitten haben. Zu Veruntreuungsvorwürfen zu unglaublichen Beträgen – laut Staatsanwaltschaft "jenseits der 300.000 Euro" bekannte sich die Deutschiranerin nicht schuldig – der umfangreiche Prozess wurde vertagt. Die Unschuldsvermutung gilt.

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