Der italienische Modemaestro hatte sich in seiner Haute-Couture-Kollektion für Frühjahr/Sommer 2012 am Dienstag von den Metamorphosen der Tierwelt inspirieren lassen und den Fokus dabei auf Schlangen gelegt.
Reptiliengleich glitten die Models am Dienstag bei Giorgio Armani über den Laufsteg. Fast giftig erscheinende Grüntöne, Grau, verwischte Schlangenmuster und elegante Windungen bei denen auf Figur geschnittenen Entwürfen übersetzten das Thema modisch.
Zierlich erschienen die schmalen Hosenanzüge, die kleinen Jacken mit Pagodenschulter und die schillernden Cocktailkleider. Der Clou jedoch lag in den Stoffen, die verführerisch schillerten und durch mehrlagige Drapierung, Strukturen oder glänzende Beschichtungen fast dreidimensional wirkten.
Fast die Hälfte der Show bestand aus aufwendigen, oft kostbar bestickten Abendroben, deren Röcke sich dank einer raffinierten Schnitttechnik förmlich um den Körper schwangen. Ein Entwurf aus Tüll nahm die Struktur von Schmetterlingslarven auf, zahlreiche andere imitierten Schlangenhaut auf Seide.
Äußerst glamourös erschien diese Schau, fast wie eine Kostümprobe für die Oscar-Nacht. Dass die in der ersten Reihe sitzende Schauspielerin Jessica Chastain vor dem Defilee von ihrer Oscar-Nominierung erfuhr, passte da natürlich perfekt.