Schlechtes Öko-Zeugnis für heimische Stromanbieter

Laut Öko-Check von WWF und Global 2000 müssen Stromanbieter ihre Klimaverträglichkeit verbessern.
Laut Öko-Check von WWF und Global 2000 müssen Stromanbieter ihre Klimaverträglichkeit verbessern.Stefanie Oberhauser / EXPA / picturedesk.com
Die Stromerzeugung in Österreich hat punkto Klima- und Naturverträglichkeit noch einiges nachzuholen. Vier Anbieter konnten Umweltschützer überzeugen.

Der alljährliche "Stromanbieter-Check" der Umweltschutzorganisationen WWF Österreich und Global 2000 zeigt auch heuer wieder großen Aufholbedarf bei der Klima- und Naturverträglichkeit der heimischen Stromerzeugung. Nur vier Anbieter schafften es demnach in die oberste Kategorie der "Treiber der Stromzukunft".

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Neben den vier Spitzenreitern, wurde zehn weiteren Stromerzeugern der Titel "Solide Grünstromanbieter" verliehen, neun Unternehmen wurden am unteren Ende als "fossile Nachzügler" eingestuft. Für den Check haben die Organisationen 145 Unternehmen befragt, nur 45 haben geantwortet.

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Die Umweltschützer kritisieren, dass auch Landesenergieversorger unter den 100 Auskunftsverweigerern sind. Konkret genannt werden die TIWAG und die Energie AG.

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Ergebnisse des Stromanbieterchecks 2022.
Ergebnisse des Stromanbieterchecks 2022.Global 2000 & WWF Österreich

Umweltschützer fordern Klimaschutz mit Naturschutz ein

"Angesichts der Energiekrise befindet sich die Branche im Wandel - das ist eine Chance, die Energiewende voranzutreiben und den Markt krisensicher auszurichten", so die Umweltorganisationen in einer Aussendung. Sie fordern die dafür "notwendigen politischen Rahmenbedingungen" zu schaffen, "darunter ein wirksames Energie-Effizienzgesetz und großflächige Energiesparmaßnahmen."

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WWF und Global 2000 fordern zudem, nicht nur das Klima, sondern auch die Natur zu schützen. "Von rund 100 Unternehmen, die Wasserkraftwerke betreiben, haben nur ein Drittel eine eigene Naturschutzstrategie - alle anderen ignorieren entweder den Naturschutz oder verweigern dazu Auskünfte", sagt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann. "Weder bei der ökologischen Gestaltung der Kraftwerke noch bei den Strategien dafür gibt es große Fortschritte. Das muss besser werden."

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