Wie Nackenschmerzen ist das schlechte Gewissen ständiger Begleiter einer Mutter. Man liebt seine Kinder mehr als alles andere auf der Welt, die Nerven können bisweilen aber erstaunlich blank liegen. Weil man vieles eben nicht kontrollieren kann.
Das Verhalten des Nachwuchses ist häufig diametral dem entgegengesetzt, was man sich gewünscht hätte. Wenn dann noch Schlafmangel, Probleme in der Beziehung oder Arbeit hinzukommen, wird der Gefühlscocktail gefährlich geschüttelt und höchstexplosiv. Man wollte gar nicht laut werden oder radikale Verbote aussprechen, die man nicht einhalten wird. Oder zähe Verhandlungen über Alltägliches führen: Ja, du musst noch Zähne putzen. Nein, du kannst unter der Woche nicht bis Mitternacht aufbleiben, morgen ist Schule.
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Ständig muss man sich als Mama einen Überblick verschaffen und mikromanagen, auch, wenn man das gar nicht mag: Hausaufgaben, Schularbeiten, Fußball, Ballett, Kindergeburtstage, Jause, Taschengeld, Auffrischungsimpfung, Ausflug, Sommercamp. Irgendwas vergisst man immer. Wenn man sich selbst keine Fehler erlaubt, lernen Kinder, dass sie nie stolpern dürfen. Unsere Aufgabe ist aber, sie aufzufangen, wenn mal etwas daneben geht.