Die Hitze hat in Österreich dramatische Folgen. In nur zwei Monaten gab es laut Berechnungen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) 646 hitzebedingte Todesfälle.
Damit wurde ein neuer Höchstwert für die Monate Juni und Juli erreicht. Zum Vergleich: Im ebenfalls sehr heißen Sommer 2024 waren es bis Ende Juli 570 Hitzetote, im Vorjahr 284.
Besonders hoch war die Zahl im Juni. Für diesen Monat errechnete die AGES 395 hitzebedingte Todesfälle. Im Juli kamen weitere 251 hinzu.
Auch bei den Temperaturen wurde ein Rekord erreicht: Am 31. Juli wurden in Wieselburg 40,3 Grad gemessen. Das war ein neuer Temperaturhöchstwert für einen Juli-Tag in Österreich.
Bei den 646 Fällen handelt es sich um eine statistische Berechnung. Die Zahlen zur hitzeassoziierten Sterblichkeit basieren auf einem wissenschaftlichen Modell der AGES.
Dafür werden Sterbe- und Wetterdaten ausgewertet. So wird geschätzt, wie viele zusätzliche Todesfälle mit außergewöhnlich hoher Hitzebelastung in Zusammenhang stehen.
Das Gesundheitsministerium sieht durch hohe Temperaturen nicht nur eine zunehmende Belastung für die Gesundheit der Menschen, sondern auch wachsende Herausforderungen für das Gesundheitssystem.