Mobbing, Gewalt und Diskriminierung beschäftigen immer mehr Schulen – jetzt wird das Wiener Erfolgsprogramm "Respekt: Gemeinsam stärker" weiter ausgebaut. Nach 40 teilnehmenden Standorten kommen ab Herbst zehn weitere Schulen dazu.
Im vergangenen Schuljahr wurden laut den Organisatoren mehr als 5.100 Schülerinnen- und Schülerkontakte sowie 247 Workshops durchgeführt. Themen wie Konfliktlösung, Gewaltprävention, Zusammenhalt und der Umgang mit Vielfalt standen dabei im Mittelpunkt.
"Es bringt Unterstützung direkt dorthin, wo sie gebraucht wird, in die Klassenzimmer. Es geht dabei um mehr als Gewaltprävention, es geht um Zusammenhalt, gegenseitige Anerkennung und einen selbstverständlichen Umgang mit Vielfalt", Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (NEOS)
Besonders positiv fällt das Feedback aus den Schulen aus. Eine Lehrperson aus Favoriten berichtet nach einem Theaterworkshop: "Im Theaterworkshop hingegen standen ihre Fähigkeiten, ihr Mut und ihre Kreativität im Mittelpunkt. Die Kinder erhielten viel positives Feedback, was ihr Selbstvertrauen stärkte."
Auch die Schülerinnen und Schüler zeigen sich begeistert. So lautet eine Rückmeldung: "Der Workshop hat uns mal dazu gebracht auch über andere Dinge nachzudenken als Schule und Noten. Sie haben kreative Ideen gehabt und es hat auch Spaß gemacht!" Ein anderer Schüler fasst es kurz zusammen: "Mir hat das Spielen Spaß gemacht und ich habe gelernt, wie man ein Streit löst."
Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) betont die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts: "Respekt ist das Um und Auf für das soziale Miteinander in unserer Gesellschaft. Mit dem Projekt 'Respekt - Gemeinsam stärker' setzen wir bereits in der Schule an."
Nach einer positiven Evaluierung wird das Programm im Schuljahr 2026/27 mit zehn neuen Schulen fortgesetzt. Ziel bleibt es, Schulen zu Orten zu machen, an denen Respekt, Zusammenhalt und ein friedliches Miteinander den Alltag prägen.