Nach Angriff auf Frachter

"Schmarotzer in Kiew" – Mullahs attackieren Selenskyj

Ein tödlicher Angriff auf einen Frachter lässt die Wogen zwischen der Ukraine und dem Iran hochgehen. Teheran drohte Kiew.
Newsdesk Heute
26.07.2026, 21:17
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Nach einem ukrainischen Angriff auf einen iranischen Frachter im Kaspischen Meer mit einem Toten hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi der Ukraine mit einer Reaktion gedroht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe "ein iranisches Handelsschiff angegriffen und dabei einen Seemann getötet", schrieb Araghtschi am Sonntag im Onlinedienst X. Er verurteilte einen "eklatanten Verstoß gegen die UN-Charta".

Er warf der Ukraine zudem vor, "auf Geheiß Israels" gehandelt zu haben. In Telefonaten mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow habe er "deutlich gemacht, dass das Vorgehen des Schmarotzers in Kiew nicht unbeantwortet bleiben darf".

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Schiff "explodiert"

Araghtschis Ministerium hatte der Ukraine bereits zuvor vorgeworfen, für den Angriff auf ein iranisches Frachtschiff im Kaspischen Meer mit einem Toten verantwortlich zu sein. Das Außenministerium in Teheran erklärte nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Irna, die Attacke am Samstag habe dazu geführt, dass das Schiff "explodiert" sei. Dabei sei ein Besatzungsmitglied getötet worden, ein weiterer Mensch sei verletzt worden.

Der "vom ukrainischen Regime begangene Angriff" zeuge von der fortbestehenden "irrationalen und feindseligen Haltung des ukrainischen Regimes gegenüber dem Iran", erklärte das Ministerium laut Irna. Die Islamische Republik habe sich "niemals in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine eingemischt".

Das sagte Selenskyj

Laut dem iranischen Staatsfernsehen wurde der ukrainische Geschäftsträger in Teheran ins Außenministerium einbestellt. Es wolle damit gegen diese "feindselige und kriminelle Handlung" protestieren.

Am Samstag hatte Selenskyj erklärt, im Kaspischen Meer seien "sehr solide Ergebnisse" durch Angriffe erzielt worden. Die Attacken hätten sich insbesondere gegen Schiffe gerichtet, "die für den Transport militärischer Fracht mit Beteiligung des Iran genutzt wurden, sowie auf ein Kriegsschiff".

Der ukrainische Geheimdienst SBU sprach im Onlinedienst Telegram von Drohnenangriffen auf mit internationalen Sanktionen belegte Frachtschiffe, "die zum Transport militärischer Fracht zwischen dem Iran und Russland" genutzt worden seien. Das Kaspische Meer ist ein Binnengewässer, das unter anderem an den Iran und Russland grenzt. Weitere Anrainerstaaten sind Kasachstan, Turkmenistan und Aserbaidschan.

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