Schnaderbeck: "Endlich kann ich ich selbst sein"

ÖFB-Kapitänin Viktoria Schnaderbeck spricht über ihr Liebes-Posting, das am Mittwochabend für eine große Welle an Reaktionen gesorgt hat.

Zwei Küsse bewegen Österreich Sport. Viktoria Schnaderbeck und Sarah Puntigam teilten am Mittwoch auf Instagram Küsse mit ihren Partnerinnen. Die beiden zählen zu den besten Fußballerinnen des Landes und setzten mit ihren Bildern ein Zeichen für gleichgeschlechtliche Liebe.

Den Anfang hatte Schnaderbeck gemacht. Die 28-Jährige ist die Kapitänin des Nationalteams, spielt auf Klubebene in England für den FC Arsenal.

Der "Kleinen Zeitung" erklärt sie ihren Schritt, ihr Liebesleben erstmals öffentlich auszuleben.

"Ich bin jetzt bereit, ich würde das gerne machen", habe sie gedacht. Dann hat sie es durchgezogen, das Foto mit den Worten "Love always wins", Liebe gewinnt immer, gepostet.

Schnaderbeck über Kuss-Foto

"Meine Familie und einige Freunde haben es ja gewusst, aber das Feedback ist auch von vielen anderen Seiten sehr gut. Ich glaube schon, dass viele stolz sind." Vor ein paar Jahren sei sie noch nicht dazu bereit gewesen. "Endlich kann ich ich selbst sein."

"Viele trauen sich nicht drüber. Weil es teilweise noch so ein veraltetes und viel zu eingeschränktes Bild und eine Vorverurteilung gibt. Normal dürfte es aber gar keine Diskussionen geben."

Warum es 2019 noch wichtig ist, dieses Private Thema öffentlich zu behandeln zeigte die Reaktion von Puntigam. Dass die ÖFB-Kollegin kurz nach Schnaderbeck auch ein Kuss-Foto postete, sei nicht abgesprochen gewesen. Offenbar hatte Puntigam aus dem Posting von Schnaderbeck Mut geschöpft.

"Ich finde es genial. Genau so soll es sein. Es soll ein Anstoß sein, dass es genau so jeder machen darf." Schnaderbecks wichtige Botschaft: "Es muss keiner machen. Aber wenn man sich danach fühlt, sollte keine Hemmungen haben, über verschiedenste Dinge sprechen zu können. Egal, ob es die Herkunft, Homosexualität oder mentale Krankheiten sind. Wenn in diesen Punkten endlich ein Wachrütteln in der Gesellschaft stattfinden würde, wäre es ein großer Schritt. Niemand soll sich verstecken müssen."

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