Am vergangenen Samstag ist in Schaffhausen in der Schweiz eine 13-jährige Sekundarschülerin während eines Fußballmatches plötzlich zusammengebrochen und noch vor Ort verstorben.
Die 13-Jährige spielte seit eineinhalb Jahren im Sporting Club Schaffhausen Fußball. Der Co-Präsident des Vereins schildert gegenüber "20 Minuten", wie sich der tragische Vorfall ereignet hat.
"Sie hat sich während des Spiels nicht gut gefühlt und wurde deshalb ausgewechselt", erzählt er. Der Trainer habe sie in die Garderobe geschickt, damit sie sich erholen könne. "Vor der Garderobe ist sie dann zusammengebrochen." Umgehend sei der Krankenwagen gerufen worden.
Trotz sofort eingeleiteter Herzmassage habe sie nicht mehr gerettet werden können – "sie ist vor Ort gestorben", so der Co-Präsident. Was die genaue Ursache für den plötzlichen Tod des jungen Mädchens war, wisse er bislang nicht.
Wie der Co-Präsident erzählt, sei die Frauen-Mannschaft in Schaffhausen überhaupt erst dank des verstorbenen Mädchens entstanden. Die Mutter habe ihn vor eineinhalb Jahren kontaktiert und gesagt: "Meine Tochter will Fußball spielen." Damals wäre sie jedoch die einzige Spielerin in ihrer Altersklasse gewesen. "Ich habe ihr gesagt: Dann bringen Sie mir noch 15 weitere Mädchen", erinnert sich der Co-Präsident.
Fünf Tage später habe sich die Mutter erneut gemeldet. "Innerhalb dieser Zeit konnte sie tatsächlich 15 Mädchen finden, die ebenfalls Fußball spielen wollten." Seither gebe es beim Sporting Club Schaffhausen die Mädchenmannschaft. "Sie hat eine Tür geöffnet und vielen anderen Mädchen das Fußballspielen ermöglicht", sagt der Co-Präsident. "Jetzt habe ich 15 trauernde Mädchen, um die ich mich kümmere."
Am Tag nach ihrem tragischen Ableben, am Sonntag, habe der Verein eine Trauerfeier organisiert. Viele Menschen hätten daran teilgenommen – das habe den Klub sehr berührt. Am Dienstag fand schließlich die Beerdigung statt. "Für mich ist das sehr schwierig. Aber ich versuche, mein Bestes zu geben", sagt der Co-Präsident.
Nach dem tragischen Vorfall sei die Winterpause vorgezogen worden. Diese Woche finden keine Trainings statt. "Die ganze Mannschaft steht unter Schock – sie haben alles miterlebt." Gemeinsam mit einem Seelsorger kümmere er sich nun um die betroffenen Kinder und Jugendlichen.