Ein schockierendes Video aus der kanadischen Provinz British Columbia sorgt derzeit weltweit für Aufsehen. Die Aufnahmen zeigen eine Frau, die während der Fahrt in einem Tesla offenbar eingeschlafen ist - und das auf einer viel befahrenen Autobahn.
Gefilmt wurde die Szene von einer anderen Autofahrerin auf dem Trans-Canada Highway zwischen Golden und Revelstoke. Im Video ist zu sehen, wie die Frau mit geschlossenen Augen hinter dem Steuer sitzt, während ihre Hände nicht am Lenkrad sind.
Die Aufnahmen verbreiteten sich rasch in den sozialen Netzwerken. Die Frau, die das Video veröffentlichte, zeigte sich fassungslos. "Absolut unglaublich, was wir gerade auf dem Highway 1 zwischen Golden und Revelstoke erlebt haben", schrieb sie. Laut ihren Angaben war der Tesla mit rund 100 km/h auf der stark befahrenen Straße unterwegs. Zudem behauptet sie, dass sich zwei Kinder im Fahrzeug befunden hätten.
"Schockierend und furchtbar - wohin steuert diese Welt?", schrieb die Video-Uploaderin weiter. Außerdem forderte sie andere Nutzer auf, den Clip zu teilen, und betonte, dass sie den Vorfall umgehend der kanadischen Polizei gemeldet habe.
Die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. Ob sich tatsächlich zwei Kinder im Auto befanden, konnte die Polizei bisher allerdings nicht bestätigen. Noch ist auch unklar, ob die Frau tatsächlich schlief oder ob es sich um einen anderen Vorfall handelte.
Die Behörden erinnern daran, dass autonomes Fahren in British Columbia derzeit nicht erlaubt ist. Fahrer müssen jederzeit aufmerksam bleiben und zumindest eine Hand am Lenkrad haben. Wer dagegen verstößt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen - von einem Strafzettel bis hin zu einer Anklage wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Sollten sich tatsächlich Kinder im Auto befunden haben, könnten zusätzlich strafrechtliche Folgen wegen fahrlässiger Gefährdung drohen.
Experten vermuten, dass die Fahrerin das Fahrerüberwachungssystem des Tesla ausgetrickst haben könnte. Normalerweise überwacht eine Kamera oberhalb des Rückspiegels die Aufmerksamkeit des Lenkers. Wer zu lange nicht auf die Straße blickt oder das Lenkrad nicht berührt, wird vom System gewarnt. Mit bestimmten Sonnenbrillen oder Zubehör für das Lenkrad könnten diese Kontrollen jedoch umgangen werden.
Fachleute warnen davor, sich zu sehr auf moderne Assistenzsysteme zu verlassen. Obwohl Teslas Fahrassistenz immer leistungsfähiger wird, bleibt der Mensch jederzeit für das Fahrzeug verantwortlich.