Schockstarre nach Todesschüssen: "Bin tief erschüttert"

In diesem Haus ind er Gemeinde Maishofen im Salzbuger Pinzgau kam es zu den tödlichen Schüssen. 
In diesem Haus ind er Gemeinde Maishofen im Salzbuger Pinzgau kam es zu den tödlichen Schüssen. JFK / APA / picturedesk.com
Nach dem gewaltsamen Tod eines Salzburger Ex-Paares liegt das Obudktionsergebnis vor. "Da hat es seit Jahren gekracht", berichtet ein Einheimischer. 

Der Maishofener Ortschef Franz Eder zeigt sich nach dem tödlichen Schüssen in der Pinzgauer Gemeinde schockiert. "Ich bin tief erschüttert und vor den Kopf gestoßen", so Eder zu "Heute". Wie berichtet, kamen am Sonntagabend eine Frau (71) und ihr Ex-Mann (81) in Maishofen im Zuge eines Streits um. Der Sohn des früheren Ehepaares wurde mit Schussverletzungen im Kiefer in das Salzburger Uniklinikum gebracht. Er soll wurde bereits einvernommen und soll sich in einem stabilen Zustand befinden. 

Noch am Montagabend veröffentliche die Polizei das Ergebnis der Obduktion der beiden Leichen sowie einen ergänzenden Bericht zu der tödlichen Auseinandersetzung. Dem Bericht zufolge kam es Sonntagabend gegen 18.45 Uhr zu einem Streit in der Familie. Dabei richtete der 81-Jährige eine Kleinkaliberwaffe von hinten auf seine Ex-Frau, zielte auf ihren Kopf und drückte ab. Unmittelbar darauf versuchte der Mann laut derzeitigem Ermittlungsstand seinen Sohn ebenfalls mit einem Schuss ins Gesicht zu töten. Doch die Kugel blieb im Kiefer stecken. Daraufhin habe der 51-Jährige seinen Vater gepackt und am Boden fixiert, so die Polizei. Dabei erlitt der Pensionist tödliche innere Verletzungen.

Seit Jahren schwelten Konflikte in Salzburger Familie

Die Hintergründe des Streits liegen noch im Dunkeln. Die Salzburger Ausgabe der "Kronen Zeitung" berichtet jedoch von einem Erbstreit. Der ÖVP-Ortschef Eder wollte auf Anfrage keine Stellung dazu beziehen. Er habe noch keinen Kontakt zum Rest der Familie gehabt, betont jedoch: "Jetzt hoffen wir ersteinmal, dass es der Sohn noch ohne bleibenden Schäden übersteht."  Die Konflikte innerhalb der Familie waren auch in der kleinen Pinzgauer Gemeinde bekannt. "Da hat es seit Jahren gekracht", berichtet ein Einheimischer aus Maishofen gegenüber "Heute". Er spricht von "groben Konflikten" innerhalb des Clans. 

Laut der "Kronen Zeitung" handelt es sich bei den Toten um einen Jäger und eine Hobby-Sportschützin. Die Tatwaffe war laut Polizei auf den 81-Jährigen registriert. Die Salzburger Kriminalisten schließen aufgrund der Vernehmung des 51-Jährigen einen Mordverdacht gegen ihn aus. "Jedoch wird sein Handeln in einer Notwehr- bzw. Nothilfesituation strafrechtlich geprüft", heißt es von der Polizei.

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