Rapid spielt europäisch! Die Hütteldorfer drehten im Rückspiel gegen Ried den 1:2-Rückstand, gewannen 3:0 und retten damit ihre komplett verkorkste Saison mit dem Erreichen des Mindestziels – der Teilnahme am internationalen Geschäft. Zum gefeierten Matchwinner wurde Jakob Schöller. Der Linksverteidiger (26., 62.) erzielte per Kopf einen Doppelpack. Den Endstand erzielte Rückkehrer Louis Schaub (90+3.) in der Nachspielzeit.
Rapid hat sich nun einen Startplatz in der zweiten Qualifikationsrunde der Conference League gesichert. Zwar müssen die Hütteldorfer bis zur Ligaphase drei Runden überstehen, doch allein für die Teilnahme würde den Wienern eine Prämie in Höhe von drei Millionen Euro winken.
Der Aufsteiger aus Ried verpasste hingegen den ganz großen Coup. Trainer Maximilian Senft wollte bei seinem Abschiedsspiel die Oberösterreicher mit dem Europacup-Ticket beschenken – sein Team war jedoch über lange Phasen klar unterlegen und musste eine verdiente Niederlage einstecken.
Und das, obwohl die Vorzeichen zuletzt klar für die Gäste aus Oberösterreich standen. Ried gewann die vergangenen drei Duelle mit Rapid, während die Wiener mit vier Niederlagen in Serie in die Partie gingen. Besonders alarmierend: In den letzten sechs Pflichtspielen gelangen Rapid lediglich drei Treffer.
Nikolas Wurmbrand (18.) verzeichnete nach feiner Vorarbeit von Tilio den ersten gefährlichen Abschluss im Spiel. Sein Schuss von der Sechzehner-Kante ging aber knapp drüber. Rapid blieb die engagiertere Mannschaft und ging nach einem Eckball durch Jakob Schöller (26.) in Führung. Der als Linksverteidiger aufgebotene Rechtsfuß köpfte am zweiten Pfosten wuchtig ein. Dann hätte Petar Nosa Dahl mit einer Doppelchance (40., 41.) eigentlich auf 2:0 für die Hütteldorfer stellen müssen. Nach einer flachen Hereingabe schoss der Norweger über das leere Tor, dann ging sein Schlenzer nur knapp am langen Pfosten vorbei.
Auf der Gegenseite hätte beinahe Kingstone Mutandwa (44.) die Hütteldorfer geschockt. Niklas Hedl parierte allerdings stark. 20 Sekunden nach dem Seitenwechsel hätte der Ried-Stürmer dann treffen müssen. Sein Abschluss nach Flanke ging aber klar drüber. Für Rapid war es wieder Dahl (52.), der gefährlich wurde. Er traf jedoch die falsche Entscheidung – schloss ab anstatt zum frei stehenden Wurmbrand zu passen. Wenig später schlug Schöller (66.) erneut zu – wieder per Kopf, wieder nach einem Eckball, 2:0 für Rapid. Danach blieben die Hütteldorfer am Drücker und belohnten sich in der Nachspielzeit mit dem 3:0. Louis Schaub (90+3.) erzielte per Volley den Endstand.