Du hast deine Leichtigkeit verloren. Ein gewichtiger Vorwurf, den A. seiner Partnerin zum wiederholten Mal macht. Früher habe sie sich nicht so schnell aufgeregt und sei entspannter durchs Leben gegangen.
Als Frau wird einem bei solchen Sätzen schwer ums Herz. Denn was ist eigentlich passiert? Sorgen mit den Kindern, den älterwerdenden Eltern, in der Arbeit, gesundheitlicher Natur und in der Beziehung haben sich breit gemacht, das Sichtfeld getrübt, den Kopf besetzt, das Herz belastet. Wie gerne würde man das alles nicht spüren, lieber mühelos durch den Tag schweben und nicht an morgen denken. Doch schon beim Augenaufschlag klappen die stets unvollständigen und länger werdenden To-Do-Listen umgehend auf. Darauf zu finden: Alles. Für einen selbst und alle im nahen Umfeld.
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Was hier hilft: Kein Partner, der sich beklagt, aber selbst nichts für eine bessere Stimmung tut. Liebe Worte, gemeinsame Aktivitäten, die sie nicht auch planen muss, Aufgaben übernehmen und körperliche Nähe können helfen – vorausgesetzt, es wird nicht als weiteres Hakerl auf einer Liste empfunden. Einfach anzuerkennen, was seine Frau schafft, wäre ein vielversprechender Anfang für A., um auch sein Leben wesentlich zu erleichtern.