Schöttel rät neuem ÖFB-Boss: Foda soll bleiben

Peter Schöttel
Peter SchöttelPicturedesk
Trotz der 0:1-Pleite in Dänemark und Platz vier in der WM-Qualifikation möchte ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel weiter an Franco Foda festhalten. 

Deshalb möchte Schöttel dem neuen ÖFB-Präsidenten Gerhard Milletich, der am Sonntag ins Amt gewählt wird, auch empfehlen, mit dem amtierenden Teamchef die beiden verbleibenden WM-Qualifikationsspiele gegen Israel (12. November) und Moldawien (15. November) zu bestreiten. 

Schöttel will mit Foda weitermachen

"Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, jetzt einen Schnellschuss zu machen", sagte der 54-Jährige am Tag nach der 0:1-Niederlage im Parken-Stadion von Kopenhagen gegenüber der "APA". 

Am Sonntag wird Milletich im Rahmen der ÖFB-Hauptversammlung in Velden zum Nachfolger von Leo Windtner an der Spitze des Fußballverbands gewählt. Danach obliegt es dem 65-jährigen Burgenländer, über die Foda-Zukunft zu entscheiden. Milletich kündigte bereits an, eine Analyse der Teamchef-Situation zu verlangen. "Das Präsidium wird von mir hören, dass meine Empfehlung auf jeden Fall ist, mit Franco Foda in den November-Lehrgang zu gehen", unterstrich Schöttel.

"Ich denke, dass er alles tut, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Diesen Eindruck habe ich - und ich bin wirklich sehr nahe bei der Mannschaft. Ich sehe, dass das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer absolut in Ordnung ist, dass alle gemeinsam aus dieser Situation herauskommen wollen", ergänzte der rot-weiß-rote Sportdirektor. 

WM "großer Wunsch in der Mannschaft"

Schöttel gab zwar zu, dass die WM-Qualifikation, in der die Top-Zwei der Gruppe klar verpasst wurden, "enttäuschend" verlief, "wir haben aber mittendrin eine EURO gehabt, wo wir die Leute begeistert haben", meinte Schöttel, der nun hofft, mit den beiden Heimspielen zum Abschluss der Qualifikation Schadensbegrenzung betreiben zu können. 

Durch den Sieg der Nations-League-Gruppe 2020 hat Rot-Weiß-Rot ein Ticket für das Play-off so gut wie sicher. So lange läuft auch jedenfalls der Vertrag mit Foda. Ob der Deutsche dann noch auf der Bank sitzt, ist allerdings offen. Trotzdem bleibt das WM-Ticket das große Ziel. "Wir waren bei der EURO auf dem Punkt X voll da. Dass uns das wieder gelingt, davon gehe ich aus, weil es auch in der Mannschaft der ganz große Wunsch ist, bei der WM dabei zu sein", unterstrich Schöttel. 

"Weichen stellen"

Gleichzeitig erwartet allerdings auch der 54-Jährige Veränderungen nach der Milletich-Kür: "Es warten wichtige Tage und Wochen auf uns, wo wir schon die Weichen für die nächste Zeit stellen werden", schloss Schöttel. Womöglich auch in der Teamchef-Frage...

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