Life

Schottin lebte 1 Monat mit Blutegel in Nase

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:56

Die 24-jährige Daniela Liverani reist gerne und brachte von ihrer letzten Asienreise ein unglaubliches Souvenir mit nach Hausex. Ein 7,5 Zentimeter langer Blutegel lebte einen Monat lang in der Nase der jungen Schottin. Sie sah ihn zwar öfter, hielt ihn aber für einen Blutklumpen.

Die 24-jährige Daniela Liverani reist gerne und brachte von ihrer letzten Asienreise ein unglaubliches Souvenir mit nach Hausex. Ein 7,5 Zentimeter langer Blutegel lebte einen Monat lang in der Nase der jungen Schottin. Sie sah ihn zwar öfter, hielt ihn aber für einen Blutklumpen.

Auf einer Südostasien-Reise besuchte die junge Frau auch Vietnam, wo sie mit dem Rad einen Unfall hatte. Kurz nachher begann sie urplötzlich an Nasenbluten zu leiden. Die junge Urlauberin dachte sich nicht viel dabei und vermutete als Ursache eine geplatze Ader.

Von Vietnam aus ging es zwei Wochen später wieder nach Hause nach Schottland. Tage nach ihrer Ankunft bemerkte die Barkeeperin, dass etwas aus ihrer Nase hing. Sie vermutete, es sei ein getrockneter Klumpen vom Nasenbluten.

Schniefte ihn immer wieder in die Nase zurück

"Ich sah ihn oft, aber ich hab ihn einfach wieder ins Nasenloch aufgezogen. Ich versuchte ihn herauszuschneuzen oder ihn zu zu packen, hab ihn aber nicht erwischt, bevor er sich wieder in mein Nasenlock zurückgezogen hat", schilderte die Schottin der . "Vor allem, wenn ich in der Dusche war, kam das Ding weit aus meiner Nase und erreichte fast die Unterlippe. Vergangenen Donnerstag hüpfte ich schnell aus der Dusche, um mir dieses Ding einmal genau im Spiegel anschauen zu können. Als ich dann Furchen auf dem Körper bemerkte, dämmerte mir plötzlich, dass es sich bei diesem Ding um ein Tier handelt."

Halbstündige "Operation" mit Nasenzange

Daniela rief sofort den Notruf, die MItarbeiter empfahlen ihr, sich auf schnellstem Weg ins Spital zu begeben. In der Notaufnahme des Edinburgh Royal Infirmary waren Ärzte und Schwestern schockiert. "Mit einer Nasenzange wuchteten sie mein Nasenloch weit auseinander. Es war qualvoll. Die Schwester und meine Freundin Jenny hielten mich auf der Liege fest. Jedes Mal, wenn der Doktor versuchte, den Egel zu fassen, fühlte ich ein Ziehen im Inneren meiner Nase."

"So groß, wie mein Zeigefinger, so dick wie mein Daumen"

Nach einer guten halben Stunde konnte der Arzt das Tier aus der Nase holen. "Er war ungefähr so lang wie mein Zeigefinger, aber so dick, wie mein Daumen", beschrieb die junge Frau. Weil der Blutegel ihr Nasenloch als Nest benutzt hat und meist zusammengerollt war, tauften Daniela und ihre Freundin Jenny das Tier sogar. Sie verpassten ihm den Namen "Mr. Curly" (Herr Lockig).

Auf die Frage, was ihr passiert wäre, wenn sie nicht zum Arzt gegangen wäre, antwortete der Mediziner, dass der Egel sich wahrscheinlich ins Gehirn vorgearbeitet hätte.

Experte: Blutegel wahrscheinlich beim Schwimmen eingefangen

Mark Siddal vom American Museum of Natural History in New York und Spezialist für Blutegel wundert der Fall. Die junge Touristin hätte sich den Egel auf zwei Arten einfangen können. Entweder das Tier gelangte beim Schwimmen in die Nase der jungen Frau oder er erreichte die Nase über den Mund. In diesem Fall hätte sie ihn roh essen oder trinken müssen. Der Experte meinte allerdings, dass Blutegel sehr langsam wachsen, er also zu der Zeit, als er sich bei der jungen Frau einnistete, nicht viel kleiner gewesen sein kann.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen