Was gruselig klingt, ist in Wirklichkeit eine spielerische Möglichkeit, um sich mit Risikofaktoren in Krankenhäusern auseinanderzusetzen. Rund 30 Mitarbeiter nahmen nun am Sicherheitstraining im "Room of Horrors" im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien-Leopoldstadt teil. In Dreier-Teams suchten sie die "Schreckens-Kammer" eine halbe Stunde lang nach Fehlern und Risiken für die Patientenpuppe ab.
Die Missstände reichten vom falschen Patientenarmband, über falsch gelegte Infusionszugänge, bis hin zu Gefahren für Allergiker. Die gefundenen Irrtümer wurden auf einem Auswertungsbogen dokumentiert. Von dem positiven Effekt des "Raums des Schreckens" sind auch die Krankenpflegerinnen Bianca Sünbold und Ulrike Stern überzeugt. Vor allem deshalb, weil die Übung auf eine gute Kommunikation zwischen den Teilnehmenden abzielt: "Im 'Room of Horrors' wird interprofessioneller Austausch zwischen den verschiedenen Berufsgruppen gefördert. Die Aktion zielte auf eine veränderte Unternehmenskultur ab, die Fehler als Chance zum Lernen versteht."
Patientensicherheit spielt im pflegerischen und medizinischen Alltag eine große Rolle. Jährlich werden zur Aktionswoche bzw. zum Tag der Patientensicherheit österreichweit Modellprojekte, Initiativen und Lösungsansätze vor allem von Gesundheitseinrichtungen organisiert, um diese zu gewährleisten und zu steigern.