Es war eine Tragödie, die sich vor der Küste der Malediven abgespielt hat: In einer Tiefe von 60 Metern wollten fünf italienische Taucher eine Höhle erkunden – alle Beteiligten kamen ums Leben. Während eine Leiche sofort geborgen wurde, galten die weiteren toten Körper als vermisst.
Besonders tragisch: Bei einem Bergungsversuch kam auch ein Rettungstaucher ums Leben. Nun konnte ein internationales Team die restlichen Leichen an die Oberfläche holen. Zudem haben die Helfer eine Theorie, wie es zu dem Unglück kam.
Gegenüber der "Corriere della Sera" sagte einer der Bergungstaucher, dass die Höhle nur 200 Meter lang, aber "sehr anspruchsvoll" sei. Laut dem Experten sollen die Taucher selbst in die Höhle geschwommen sein, ein Hineinziehen durch eine Gezeitenströmung schließt er aus.
Ein Faktor, der zu der Tragödie beigetragen haben soll, sei die schlechte Sicht. Durch aufgewirbelten Sand könne man teilweise nichts sehen. Die Höhle bestehe aus zwei Kammern, die durch einen S-förmigen Gang verbunden seien. In der zweiten Kammer hätten sich die Opfer dann verirrt.
Dazu soll es durch eine optische Täuschung gekommen sein. Demnach würde der Ausgang durch die Strömung und den Sand verschlossen wirken. Eine weitere Öffnung sei hingegen gut zu erkennen. Das Problem: Am Ende dieses Tunnels befinde sich eine Sackgasse. Dort wurden die Leichen dann auch entdeckt. Irgendwann sei ihnen dort einfach der Sauerstoff ausgegangen.