Am Montag steigt in Bormio (It) der Super-G der Herren, 24 Stunden später folgt die Abfahrt auf der legendären Stelvio-Piste. Im Abschluss-Training für den Klassiker kam es zu einem tierischen Zwischenfall – der beinahe ein tragisches Ende genommen hätte.
Denn während der Deutsche Josef Ferstl mit rund 140 km/h Richtung Ziel raste, tauchte plötzlich ein Hund auf der Ideallinie auf. Die Streckenposten waren hellwach, winkten den Speed-Spezialisten mit gelber Flagge ab.
"Mein erster Gedanke war, dass ein Sturz passiert sein muss. Ich bin dann langsamer weitergefahren, kam über eine Welle. Und dann stand da plötzlich ein Hund", wird Ferstl im "Blick" zitiert. "Ich war langsam genug unterwegs und bereit, so dass ich ausweichen konnte." Obwohl seine Trainingsfahrt "zerstört" war, nahm der 31-Jährige, der 2019 den Super-G in Kitzbühel gewann, den Vorfall mit Humor. "Der Hund hat relativ schlau ausgeschaut, er ging auch sofort auf die Seite. Von daher kein Problem."
Mit 80 Sekunden Rückstand belegte Ferstl im Testlauf Rang 55. Schnellster war Ryan Cochran-Siegle (US) vor den ÖSV-Assen Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer.