Schröcksnadel: Hirscher als Grund für die ÖSV-Krise?

Marcel Hirscher, Peter Schröcksnadel
Marcel Hirscher, Peter Schröcksnadelgepa
Österreichs Ski-Asse fuhren in Sölden der Konkurrenz hinterher. ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel glaubt, dass Marcel Hirscher ein Grund dafür ist.

Beim Weltcup-Auftakt wurde Stefan Brennsteiner als 17. bester ÖSV-Läufer, bei den Damen wurde Katharina Truppe mit Platz 15 beste Österreicherin. Resultate, die Peter Schröcksnadel natürlich nicht schmecken. Was ist der Grund? Der ÖSV-Boss hat eine Theorie.

Laut "Schröcksi" sei ausgerechnet Ex-ÖSV-Superstar Marcel Hirscher ein Faktor für das Formtief. "Wenn du Marcel Hirscher in der Mannschaft hast, denkst du dir, dass du gegen ihn eh nicht gewinnen wirst. Dann gehe ich in die Abfahrt oder in den Super-G, wo ich noch eine Chance habe. Diese Blockade kommt von unten", meint Schröcksnadel auf "ServusTV".

Bis Hirschers Nachfolger in seine Fußstapfen treten können, werde noch einige Zeit vergehen. "Leitinger war schnell am Weg, Brennsteiner wollte natürlich Punkte machen, ist aber relativ gut gefahren. Ich bin sicher, dass sie schnell fahren können, das haben sie ganz oben gezeigt. Sie haben es halt nicht heruntergebracht. Aber ich bin sicher, dass sie es können."

Außerdem sieht Schröcksnadel Probleme beim Training, genauer gesagt würden die Athleten zu viel nachdenken. "Es gibt ein Overcoaching. Du kannst einem Läufer nicht sagen, was er bei jedem Tor tun soll. Der soll sich zwei Schlüsselstellen anschauen und dann fahren – mit Selbstverständnis, denn er hat ja alles gelernt." Nachsatz: "Man sollte einen Rennfahrer so fahren lassen, wie er selber glaubt, dass er am schnellsten ist. Ein Ligety oder Miller sind auch gegen die Norm gefahren."

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