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Jetzt tobt Aufstand gegen ein Jogginghosen-Verbot

Aktuell wird das von der FPÖ geforderte Jogginghosen-Verbot an Schulen heiß debattiert. "Heute" traf den BMHS-Landesschulsprecher zum Interview.

Julia Sperlich

In vielen Ländern gibt es bereits eine Kleidervorschrift für Schülerinnen und Schüler. Laut Klubobmann und Jugendsprecher der Wiener FPÖ, Maximilian Krauss, sei die Schule ein Ort der Leistung, an dem ein respektvoller Umgang miteinander an erster Stelle stehen sollte. Dazu gehöre für ihn auch angemessene Kleidung. Krauss fordert nun ein Jogginghosen-Verbot an Schulen sowie die Einführung von Schuluniformen. Die einheitliche Kleidung solle laut dem Politiker auch positiv zur Prävention von Mobbing beitragen und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. 

"Heute"  traf den 19-jährigen Landesschulsprecher der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, Michael Petzl, und wollte wissen, ob er ein solches Verbot unterstützt.

Einschränkung von Freiheiten 

"Ist das wirklich der größte Reibungspunkt in unserer Welt, über den wir uns aktuell den Kopf zerbrechen müssen?", fragt sich Petzl. Mit dieser Ansicht ist der 19-Jährige nicht alleine, viele Schüler fragen sich, ob es nicht durchaus wichtigere Probleme gibt. Der Landesschulsprecher sieht die Möglichkeit, sich nach Belieben zu kleiden, als Freiheit, welche nicht eingeschränkt werden dürfe. Warum dieser Kleidungsstil respektlos sei, verstehe er nicht. 

"Wir Schüler wissen wie wir uns kleiden müssen, wenn es darauf ankommt" 

Petzl betont außerdem, dass die Jogginghose für einige eine Form der Selbstdarstellung sei und dies auf keinen Fall verboten werden dürfe. Darüber hinaus entgegnet der 19-Jährige dem FPÖ-Klubobmann: "Man lernt schon früh genug, wie man sich im Arbeitsleben zu kleiden hat. Wenn es darauf ankommt, wissen wir Schüler, wie wir uns zu kleiden haben". Laut ihm solle jede Schule selbst entscheiden, wie die Kleidungsordnung festgelegt wird. Ein allgemeines Verbot könne er nicht nachvollziehen.

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