Schreckliche Szenen spielten sich am Freitagabend in Hamburg ab. Wie bereits berichtet, suchte eine 16-Jährige bei einem Busfahrer Schutz. Zuvor war sie mit drei männlichen Jugendlichen in Streit geraten.
Kurz nachdem der Linienbus angefahren war, hallten Schussgeräusche durch die Dunkelheit. Kurz darauf wurde auch eine Scheibe des Fahrzeugs zerschossen. Von den drei Fahrgästen – darunter die 16-Jährige – wurde glücklicherweise niemand verletzt.
Während der Chauffeur noch den S-Bahnhof Neuwiedenthal ansteuerte, flüchteten die Täter in unbekannte Richtung. Eine Großfahndung brachte zunächst keinen Erfolg. Am Samstagmorgen übernahm laut einem Bericht der "Bild" dann die Mordkommission die Ermittlungen.
Die Beamten kamen durch Hinweise drei Burschen auf die Spur. Die Jugendlichen sollen laut dem Bericht 14, 15 und 17 Jahre alt sein. Was folgte, waren Razzien an den Adressen der Teenager – auch das SEK rückte an.
Schlussendlich stießen die Ermittler im Keller des 17-Jährigen auf eine Schusswaffe und Munition. Dabei soll es sich jedoch um eine Luftdruckwaffe gehandelt haben. Gegen die Teenager wird wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Der 17-Jährige sieht sich zusätzlich mit Vorwürfen der versuchten gefährlichen Körperverletzung konfrontiert.
Bereits vor dem Vorfall sollen die Burschen mit einer Schusswaffe am S-Bahnhof hantiert haben. Im Bereich Königswiesen in Neugraben-Fischbek hätten sie Schießübungen abgehalten. Inzwischen sind die Jugendlichen wieder auf freiem Fuß. Es würden keine Haftgründe vorliegen.