"Dämon, Dämon"

Wienerin sticht in Bus mit Messer auf Tochter (13) ein

Eine 45-Jährige soll ihre Tochter in einem Postbus in Bad Goisern mit einem Messer am Hals verletzt haben. Zwei Fahrgäste verhinderten Schlimmeres.
André Wilding
21.08.2026, 06:31
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Eine Busfahrt in Bad Goisern endete am Montag mit einem Großeinsatz. Eine 45-jährige Wienerin soll ihre erst 13 Jahre alte Tochter mit einem Obstmesser attackiert haben. Fahrgäste griffen ein und konnten eine weitere Eskalation verhindern – darüber berichtet die "Kronen Zeitung".

Gegen 13.40 Uhr verständigte der Lenker eines Schienenersatzverkehrs die Einsatzkräfte. Eine Person soll andere Passagiere mit einem Messer bedroht haben.

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Als die Polizei beim Bahnhof Steegen eintraf, hatten rund 15 Fahrgäste den Bus bereits verlassen. Am Bahnsteig fanden die Beamten die 45-Jährige. Sie blutete stark im Halsbereich, heißt es in dem Bericht.

Zeugen hörten "Dämon!"

Laut Zeugenaussagen soll die Frau zuvor wiederholt "Dämon!" gerufen haben. Anschließend soll sie ihrer 13-jährigen Tochter mit einem Obstmesser eine Verletzung im Halsbereich zugefügt haben.

Zwei Fahrgäste griffen ein und verhinderten laut dem Bericht Schlimmeres. Die 45-Jährige verletzte sich demnach auch selbst am Hals.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Die Tochter wurde ambulant im Krankenhaus behandelt und anschließend laut Kinder- und Jugendhilfe des Landes an ihre Familie übergeben, berichtet die "Krone".

Mutter sitzt in Untersuchungshaft

Gegen die 45-Jährige wird wegen des Verdachts des Mordversuchs ermittelt. Über sie wurde Untersuchungshaft verhängt, sie befindet sich in der Justizanstalt Wels.

Ob und wann die Frau in der forensischen Psychiatrie untergebracht wird, soll ein Gutachter klären.

Bereits 2018 Sohn getötet

Die Wienerin war laut "Krone" bereits Jahre zuvor wegen einer tödlichen Tat an ihrem eigenen Kind vor Gericht gestanden. Im Jänner 2018 befand sie sich mit ihrem acht Monate alten Sohn in einem Wiener Krankenhaus. Dort erstickte sie das Baby. Danach flüchtete sie und versuchte, sich selbst das Leben zu nehmen.

Im September 2018 wurde sie wegen der Tat in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen, heißt es in der Tageszeitung weiter.

Im damaligen Verfahren kam ein psychiatrisches Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Frau zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig gewesen war. Zudem wurde bekannt, dass sie in ihrer Jugend in ihrer Heimat sexuell missbraucht worden war, berichtet die "Krone".

Nach der Attacke in Bad Goisern muss nun ein Gutachter beurteilen, ob die 45-Jährige in der forensischen Psychiatrie untergebracht wird.

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