Am Sonntag erreichte der Wahn einer Stalkerin eine völlig neue Dimension: Um 13:21 Uhr feuerte sie mit einem Gewehr mehr als zehn Schüsse auf Rihannas Anwesen in Beverly Hills ab. Die Schüsse kamen von der gegenüberliegenden Straßenseite. Auch ein Wohnwagen vor dem Haus wurde von Kugeln getroffen.
Sängerin Rihanna (38) befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs mit ihren drei kleinen Kindern im Haus. Ihr Ehemann, Rapper ASAP Rocky, war unterwegs. Zum Glück wurde niemand verletzt.
Die mutmaßliche Täterin Ivanna Lisette Ortiz (35) veröffentlichte bereits in den Wochen zuvor verstörende Fantasien in einer Art Videotagebuch auf YouTube. In ihren Clips beleidigte sie prominente Frauen. Auf wen sie sich besonders fokussierte: Rihanna.
Nur eine Stunde nach der Tat nahm die Polizei die 35-Jährige aus Florida in einem nahegelegenen Einkaufszentrum fest. Für die Ermittler war sie keine Unbekannte: Sie war bereits wegen häuslicher Gewalt aktenkundig, wurde zwangseingewiesen und das Sorgerecht für ihr Kind wurde ihr entzogen.
Eine persönliche Verbindung zwischen der mutmaßlichen Schützin und Rihanna gibt es nicht. Die Ermittler haben Ivanna Ortiz wegen versuchten Mordes festgenommen.
Mittlerweile ist klar: Die Verdächtige muss sich wegen 14 Anklagepunkten verantworten. Einer der Vorwürfe wiegt ganz schwer. Es geht um versuchten Mord.
Grund dafür ist, dass die Tat "willentlich und bewusst" war. Bezirksstaatsanwalt Nathan J. Hochmann erklärt noch: "Das Eröffnen von Feuer in jedem bevölkerten Viertel ist extrem gefährlich, bringt Leben in Gefahr und wird vollständig strafrechtlich verfolgt."
Ivanna droht nun eine lebenslange Haft. Die Kaution liegt bei 1,6 Millionen Euro. Am 25. März findet die Anhörung statt.