Oberösterreich

Schul-Sozialarbeiter mussten Corona-Telefone betreuen

Unglaubliche 18.000 Stunden arbeiteten Schul-Sozialarbeiter in der Pandemie fürs Contact Tracing. Das enthüllt eine NEOS-Anfrage in OÖ.
Peter Reidinger
31.03.2022, 12:49

Lediglich 38 Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter gibt es in Oberösterreich. Und während der Pandemie konnten sich diese viele Stunden nicht um ihre eigentliche Aufgabe kümmern, sondern mussten beim Contact Tracing helfen, also Kontaktpersonen anrufen, Infektionsketten erforschen.

 Eine Anfrage der NEOS an LH-Stv. Christine Haberlander hat ergeben, dass die Schulsozialarbeiter in den vergangenen beiden Pandemie-Jahren rund 18.000 Stunden fürs Contact Tracing eingesetzt wurden. Das steht in der Beantwortung, die "Heute" vorliegt.

"Das sind 18.000 Stunden, in denen sich diese SchulsozialarbeiterInnen um Sorgen und Probleme von SchülerInnen kümmern hätten können", so Neos-Klubchef Felix Eypeltauer.

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Dabei wäre diese Arbeit dringend nötig. "Das zeigen die alarmierenden Studien und Statistiken zu Depressionen, Essstörungen oder sogar Suizidgedanken aus den letzten Monaten", so Eypeltauer. 

„"Wir wissen außerdem, dass die psychologische Versorgung in Oberösterreichs Schulen in den letzten Jahren generell zu schwach war" - Felix Eypeltauer.“

Die Regierung habe in der Pandemie viel Geld verteilt, aber genau im Bildungsbereich wurde Personal abgezogen. "Was ist das für ein fatales Signal an unsere Jugend?", fragt Eypeltauer weiter.

Es müsse Schluss damit sein, das Pandemiemanagement auf dem Rücken der Jugend auszutragen, so der NEOS-Politiker.

"Ich rufe damit auch alle Parteien auf, dem gerecht zu werden und endlich in Bildung und mental health von Jugendlichen zu investieren. Dieses Investment rechnet sich in der Zukunft unserer Jugend nämlich um ein Vielfaches."