Der Schuldirektor aus dem Bezirk Grieskirchen nahm am 16. Jänner an einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Wien teil. Laut Polizei waren 10.000 Menschen dabei – mehr hier.
Diese Information tat der Pädagoge aber laut OÖN in einem Brief an die Eltern als "Mainstream-Nachrichten" ab. In Wahrheit wären es 50.000 Menschen gewesen, die demonstrierten.
Der Schulleiter wurde bei der Demo gefilmt, der Clip verbreitete sich daraufhin in den sozialen Netzwerken. Eltern wurden darauf aufmerksam, es wurde hitzig diskutiert.
Der Pädagoge schrieb daraufhin den Eltern, verwies darauf, dass die Demo seine Privatsache sei. Was offenbar viele Eltern noch mehr irritierte: Der Direktor trug auch in der Schule keine Maske. Grund: Er habe ein Attest.
"Das ist nicht mehr nur Privatsache. Ich muss mich darauf verlassen können, dass mein Kind in der Schule geschützt ist", zitieren die OÖN eine Mutter.
"Heute" fragte bei der Bildungsdirektion nach. Eine Sprecherin sagt, man kenne und prüfe den Fall jetzt. Klar sei aber eines: "Anders als bei Schülern gibt es bei Lehrern und Schulleitern keine Befreiung vom Mund-Nasen-Schutz per Attest". Eine Maske sei zu tragen. Auch ob eine Demo gegen Corona-Maßnahmen einfach nur "Privatsache" sei, müsse geprüft werden.
Wie geht es jetzt weiter? Die Bildungsdirektion wird das Gespräch mit dem Pädagogen suchen. Zeigt er keine Einsicht, drohen Konsequenzen.