Schulen kriegen Impfbusse und tausende Luftreiniger

Ein Impfbus der Stadt Wien (Symbolbild)
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Am Mittwoch wurde bekannt, wie der sichere Schulstart gelingen soll. Dazu gehören auch Impfbusse an Schulen, Luftreiniger und Abwasser-Analysen.

Nach der dreiwöchigen Sicherheitsphase zu Beginn des Schuljahres wird man sich an einem Drei-Stufenplan orientieren. Fest an die Infektionszahlen gekoppelt, gibt es dann schärfere Maßnahmen, die die Maskenpflicht, das Testen und die Unterrichtsmodalitäten betreffen. Alle Infos sind hier nachzulesen.

Gleich von Beginn wird es vier Maßnahmen für eine sichere Schule geben, die ein Ansteigen der Zahlen gar nicht erst möglich machen soll. Auch diese Instrumente wurden am Mittwoch von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Testen

Einzigartig in Europa ist, dass man auch im Schulbereich auf flächendeckende PCR-Tests setzen will. Offenbar wird es sich dabei nicht um die aus Wien und Oberösterreich bekannten Gurgeltests handeln, sondern um ein "einfach zu handhabendes Produkt mit nur einer Komponente". Ein erster Probelauf damit soll schon kommende Woche an den Sommerschulen durchgeführt werden.

Impfen

Ab 12 Jahren ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen. Die Impfquote beträgt in der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren aber nur an die 50 Prozent. Die Schulen werden auf Wunsch der Länder deswegen Räume anbieten, Informationen weitergeben und bei der Aufklärung helfen. Schon jetzt sind Impfbusse in den Ländern unterwegs, zahlreiche Standorte wurden bewusst so gewählt, dass sie unmittelbar in der Nähe von Schulen liegen.

Impfungen werden dann auch im "Ninja-Pass" vermerkt, denn für geimpfte Schüler entfällt in jeder der drei Sicherheitsstufen die Testpflicht. In der Sicherheitsphase zu Beginn müssen aber trotzdem alle drei mal pro Woche testen.

Luftreiniger

Schon vor einem Jahr gab es laute und vehemente Rufe nach Luftreinigern in den Klassen. Nun sollen sie tatsächlich kommen, wenn auch womöglich nicht vom ersten Tag an, wie "Heute" herausfand. "Die ersten Geräte werden zu Schulbeginn geliefert", versichert man am Mittwoch. Nach der inzwischen beendeten Ausschreibung der BBG werden rund 4.000 Geräte angeschafft werden, wobei Nachmeldungen berücksichtigt werden können.

Frühwarnsystem

Die bewährte Abwasseranalyse soll dabei auch den Schulbetrieb unterstützen, um frühzeitig gegensteuern zu können. Insgesamt sind 116 Kläranlagen am Abwassermonitoring beteiligt, 75 Prozent der Schülerpopulation werden dadurch erfasst.

Der zweite Aspekt trägt den Namen "Sentinel": Unabhängig von der Sicherheitsstufe werden 300 Schulen (rund 86.000 Schüler) per PCR getestet, um verlässliche Daten zum Infektionsgeschehen liefern zu können. Das Ziel ist die frühzeitige Identifikation und Analyse von Clusterbildungen im Schulbereich.

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