Schulen und Kigas offen: So läuft der Corona-Alltag

Maske muss im Unterricht keine getragen werden. Nur wer das Klassenzimmer verlässt, braucht eine Maske.
Maske muss im Unterricht keine getragen werden. Nur wer das Klassenzimmer verlässt, braucht eine Maske.Bild: picturedesk.com
Erster Kindergarten- und Schultag in Oberösterreich nach dem großen Lockdown. Das ist nun der Alltag für unsere Kids.
Am Montag haben in der oberösterreichischen Hauptstadt wieder alle insgesamt 110 Einrichtungen, Kindergärten, Krabbelstuben und Horte, aufgemacht - ein Teil der Einrichtungen hatte ja auch während der härtesten Phasen in der Krise offen. Wir berichteten.

Beschränkungen gibt es aber dennoch. Nämlich bei der Gruppenanzahl der Betreuungseinrichtungen. Maximal zehn Kinder dürfen in einer Gruppe sein. "Es ist heute der erste Tag, wie viele der angemeldeten Kinder tatsächlich gekommen sind, müssen wir uns noch ansehen", so Josef Kobler, Geschäftsführer des Kinder- und Jugend-Services Linz. Dass jemand weggeschickt werden musste, weil die maximale Gruppenanzahl überschritten wurde, davon sei ihm aber nichts bekannt.

Der Ablauf ist so: die Eltern liefern ihre Kinder beim Eingang ab, wo sie von den Betreuern abgeholt werden. Natürlich unter Einhaltung des Sicherheitsabstands. Dann wird erstmal Hände gewaschen und dann darf gespielt werden. Betreuer und Kinder tragen keine Maske. Auf Empfehlung des Ministeriums hin sei das Tragen freiwillig und werde in der Arbeit mit Kindern auch eher nicht empfohlen, so Kobler.

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Schulen orientieren sich am "Hygienehandbuch"



Maturanten drücken am Dienstag wieder die Schulbank. Es findet der Ergänzungsunterricht statt, der die Schüler auf die Prüfungen vorbereiten soll. Auch das Nachholen von Schularbeiten ist nun möglich.

Mit welchen Bedingungen die Schüler jetzt rechnen müssen, haben wir Lea Herbst, AHS-Landesschulsprecherin, gefragt. "Das Ministerium hat ein '' herausgegeben, an dem sich die Schulen orientieren können". Alles sind nur Empfehlungen, keine Verordnungen.

Darin heißt es, man soll (wie auch bisher) mit einem Mund-Nasen-Schutz in den Öffis, natürlich unter Einhaltung des Sicherheitsabstands, anreisen. Auch beim Betreten der Schule - Ansammlungen bitte vermeiden - bleibt die Maske drauf. Wer noch keine auf hatte, weil er gefahren wurde oder zu Fuß kam, soll beim Eingang eine bekommen.

Wer drin ist, und jetzt sind wir dann doch beim im Handbuch formulierten "muss": (...)"muss sich unmittelbar nach Betreten der Einrichtung gründlich mit Wasser und Flüssigseife die Hände waschen (mind. 30 Sekunden, die Wassertemperatur spielt dabei keine Rolle). Alternativ ist die Verwendung von Händedesinfektionsmitteln möglich".

"Sind alle froh, wieder in die Schule gehen zu können"



Die Maske bleibt solang auf, bis die Schüler im Klassenzimmer auf ihrem zugewiesenen Platz sitzen. "Dann darf die Maske runter, der Sicherheitsabstand wird so dann ja eingehalten", so Herbst. Wie die Schulen die Tische anordnen können, um den Sicherheitsabstand zu wahren, auch das wird übrigens genau im Handbuch grafisch erklärt.

Wer seinen Platz verlässt, weil er zum Beispiel aufs Klo muss, muss die Maske wieder aufsetzen. Maskenpflicht gilt natürlich auch für die Lehrer.

Kritik, dass die Schüler zu wenig über die Vorkehrungen und darüber wie es weitergeht, informiert wurden, gibt es seitens der Landesschulsprecherin nicht. Die Infos wurden gut kommuniziert. Außerdem glaube sie ohnehin, dass alle einfach nur froh seien, wieder zurück in die Schule zu können.



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