Formel 1

Schumi in Bedrängnis: Ist Rausschmiss "unmöglich"?

Mick Schumacher steht schwer in der Kritik. Nach dem Unfall von Monte Carlo erhielt der deutsche Formel-1-Pilot ein Crash-Verbot. 
Heute Redaktion
10.06.2022, 15:34

Haas-Teamchef Günther Steiner rechnete nach dem Renn-Klassiker im Fürstentum die Kosten vor. So würden die Unfälle im Qualifying von Saudi-Arabien und zuletzt in Monaco ins Geld gehen, jeweils rund eine Million Dollar kosten. Geld, das das kleine Formel-1-Team zur Entwicklung neuer Teile einsetzen wollte. 

Deswegen erteilte Steiner dem 23-jährigen Sohn von Motorsport-Ikone Michael Schumacher ein Unfallverbot. "Irgendwann gehen uns die Teile aus, weil wir mit dem Nachproduzieren nicht nachkommen. Wir müssen sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert", so der Südtiroler in Richtung des Deutschen.

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Droht sogar Rauswurf?

Das sorgte vor allem bei unseren Nachbarn für viel Aufmerksamkeit. Muss Schumacher also bereits im zweiten Formel-1-Jahr um seine Karriere zittern? Droht etwa der Rauswurf? Steiners Zitat in einer Pressemitteilung ("Wir müssen schauen, wie wir von hier aus weitermachen") sorgte nicht für Entspannung. 

Auch weil "Sky"-Experte und Micks Onkel Ralf Schumacher nun gegen Steiner schoss. "Diese Aussagen sind typisch für ihn, lassen zu viel Interpretationsspielraum. So etwas ist aus meiner Sicht überflüssig", so der Ex-Rennfahrer. Auch Haas habe darüber hinaus Fehler gemacht, Teile seien kaputt gegangen. So konnte der Deutsche nach einem Leck in der Kühlflüssigkeit im ersten Baku-Training am Freitag nur drei Runden bestreiten. "Bei sowas muss man vorsichtig sein. Man gewinnt und verliert gemeinsam als Team. Da würde auch Günther Steiner gut dran tun. Das Potenzial bei Mick ist da. Man sollte das große Ganze sehen." 

Onkel Ralf: Rauswurf "unmöglich"

Doch ist Schumachers Karriere tatsächlich bei einem weiteren Crash bereits beendet, bevor sie noch richtig angefangen hat? Der Deutsche hat jedenfalls noch keinen WM-Punkt auf dem Konto. Teamkollege Kevin Magnussen, der kurzfristig vor Saisonbeginn den Russen Nikita Mazepin ersetzte, liegt mit bereits 15 Zählern immerhin auf Rang zehn der Fahrer-Weltmeisterschaft. 

Für Ralf Schumacher sei ein Rauswurf seines Neffen bei Haas allerdings "unmöglich. Ich glaube nicht, dass das angedacht wird", meinte der mittlerweile 46-Jährige. Schließlich ist der 23-Jährige auch ein Ferrari-Rookie. 

Der Haas-Pilot selbst meinte derweil: "Ich glaube, Druck ist immer da. Manchmal mehr, manchmal weniger. Ich hatte schon früher Situationen, wo es am Anfang des Jahres schwierig war, ich dann aber doch die Meisterschaft gewonnen habe." 

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