Am Montag fand die zentrale Mathematik-Matura im Evangelischen Realgymnasium Donaustadt in der Maculangasse statt. Während der Reifeprüfung entdeckte ein Lehrer am Klo eine UV-Lampe – sofort wurde die Prüfung gestoppt, die Schüler konfrontiert.
Alle Schüler, die während der Matura auf der Toilette waren, mussten Taschen ausleeren und sollen sogar an ihren Socken und Beinen abgetastet worden sein.
Dabei soll offenbar ein Schüler mit einer UV-Lampe in der Socke erwischt worden sein, ein anderer hatte einen speziellen Stift und ebenfalls eine UV-Lampe dabei. Offenbar wurde mit UV-Stiften am Klo geschrieben, deren Schrift man nur mit diesen kleinen Lampen sehen konnte.
So sah der Plan der Schummler wohl aus: Ein Kandidat geht auf die Toilette, schreibt die richtige Antwort mit dem Spezialstift auf die Wand. Dann kommt sein Matura-Kollege und leuchtet mit der UV-Lampe die Wand ab, bis er die Antwort findet. Auf Anfrage von "Heute" bestätigt die Wiener Bildungsdirektion den Vorfall.
"Die anwesende Lehrperson beobachtete die Situation aufmerksam und handelte zeitnah und verantwortungsvoll. Nachdem die betroffenen Schüler die entsprechenden Utensilien freiwillig abgegeben hatten, konnten sie die Prüfung ordnungsgemäß fortsetzen", heißt es seitens der Bildungsdirektion.
In Abstimmung mit der Bildungsdirektion für Wien wird der Sachverhalt der vorgetäuschten Leistung nun geprüft. Der Schummel-Versuch könnte also noch weitreichende Konsequenzen für die Schüler haben.