Tatorte von K.o.-Tropfen können überall dort sein, wo Menschen feiern: In Bars oder Nachtclubs, auf Konzerten oder Partys. Meist dann, wenn offene Getränke verkauft werden. Deshalb sollte man das eigene Getränk auf Großveranstaltungen nie aus den Augen oder aus der Hand lassen. Denn vor allem in alkoholischen Mischgetränken sind die Tropfen so gut wie nicht zu schmecken. In der oberösterreichischen Stadt Wels werden in Nachtlokalen Plastikdeckel an Frauen verteilt, um sie vor K.o.-Tropfen zu schützen.
Die Gefahr, die von K.o.-Tropfen ausgeht, ist heimtückisch. Sie sind farb- und geruchslos, in einem Mischgetränk schmeckt man sie nicht. Erste Symptome sind anfängliche Euphorie, gefolgt von plötzlicher Übelkeit und Schwindel. Danach kommt es zu Wahrnehmungsschwierigkeiten, einem Dämmerzustand bis hin zur Regungslosigkeit. Im schlimmsten Fall führen sie zum Tod. Die Opfer sollen wehrlos und manipulierbar gemacht werden. Täter nutzen diesen Zustand oft, um ihre – meist weiblichen Opfer – auszurauben oder zu vergewaltigen. Viele der Betroffenen merken erst, dass sie Opfer wurden, wenn sie ohne Erinnerung aufwachen.
Der 24-h Frauennotruf gibt unter 01/71719 Auskunft. Wichtig ist: Bei Gefahr immer die Polizei unter 133 rufen! Alle Infos gibt es unter wien.gv.at/gewaltschutz
Auch Shirah Benardes Freundin wurde bereits gegen ihren Willen unter Drogeneinfluss gesetzt. Das hat Benarde so mitgenommen, dass sie nach einer Lösung suchte, die Frauen vor solchen Übergriffen schützt. Die damals 16-Jährige aus Florida (USA) entwickelte im Jahr 2019 "NightCap", eine Schutzhülle für Getränke.
Es handelt sich um eine tragbare, waschbare, modische und tragbare Hülle. Die Abdeckungen sind elastisch und passen auf verschiedene Gläser und Tassen, die in Clubs, Bars und auf Hauspartys verwendet werden. Die Benutzer können sich so davor schützen, was ins Glas geschüttet zu bekommen. Die Benutzer verwenden es als Getränkeschutz, aber es kann auch als modisches Haargummi verwendet werden. Da es sich um ein wieder verwendbares Produkt handelt, kann es nach dem Gebrauch gewaschen und erneut verwendet werden. Erhältlich über die Homepage um 12 Euro.
Gemeinsam mit ihrem Bruder, Michael, gründeten sie ein Unternehmen, starteten eine Crowdfunding-Kampagne, fanden einen Produzenten und entwickelten eine benutzerfreundliche Website und ansprechende Marketingmaterialien. Beide gewannen Produktwettbewerbe und begannen, Geschäfte zu machen. "Nightcap" wurde bisher in mehr als 40 Länder verkauft. Mittlerweile gibt es auch eine Unisex-Variante des Produkts und die Geschwister können sich über einen Umsatz von über 3,5 Millionen Euro freuen.