Im Dezember sollen, laut Polizei, sechs Jugendliche in Felixdorf mehr als zehn Autos aufgebrochen haben. Sie dürften dabei Gegenstände gestohlen und die Fahrzeuge beschädigt haben. Seit Ende November wurde gegen die besagten Personen wegen verschiedener Straftaten ermittelt – "Heute" hat dazu berichtet.
Für Felixdorf sei dieser Vorfall ein weiterer Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe, sagt SPÖ-Bürgermeister Andreas Hueber gegenüber dem ORF: "Die Serie an Einbrüchen, Diebstählen, Suchtmitteldelikten, Vandalismus und auch Fälle von Körperverletzung haben uns veranlasst, Kontakt mit der Bezirkshauptmannschaft aufzunehmen, um dem Problem Herr zu werden."
Die Teenie-Gangster reizten die Lokalpolitik zu drastischen Maßnahmen: Durch Schutzzonen in Wiener Neustadt, Baden und Mödling habe es eine Verdrängung nach Felixdorf gegeben, spekuliert Ortschef Hueber: "Wir werden die Menschen natürlich umfassend informieren und aufklären, wie sich diese Schutzzone jetzt auswirken wird", verspricht er.
Die neue Schutzzone gilt für sechs Monate. Unterstützt wird SPÖ-Bürgermeister Hueber von Wiener Neustadts Bezirkshauptmann Markus Sauer, der überzeugt ist, dass die Bilanz der Straftaten im vergangenen Jahr Bände spreche: "Das passiert nicht aus Jux und Tollerei, es ist einfach notwendig geworden und wir wollen dem Ganzen einen Riegel vorschieben", sagte er dem ORF.
Die Polizei wird in Felixdorf für eine begrenzte Zeit verstärkt kontrollieren. Sie kann dabei Betretungsverbote aussprechen, um Personen aus der Schutzzone zu verweisen. Dazu reicht das Bedenken, dass sie strafbare Handlungen setzen könnten.
"Nach den sechs Monaten werden wir evaluieren, wie sich die Lage entwickelt hat. Dann wird entschieden, ob die Schutzzone verlängert wird oder nicht", betonte der Bezirkshauptmann.