Schwangere Ministerin Raab brutal mit Mord bedroht

Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) ist nach der Präsentation der Islamkarte massiv bedroht worden.
Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) ist nach der Präsentation der Islamkarte massiv bedroht worden.Georg Hochmuth / APA / picturedesk.com
Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) ist nach der Präsentation der Islamkarte attackiert worden. Sogar Mord wird der schwangeren Politikerin angedroht.

Am Donnerstag hat die Dokumentationsstelle politischer Islam eine Landkarte mit muslimischen Organisationen und Kultusgemeinden in Österreich vorgelegt. Über 600 Einrichtungen werden hier aufgelistet. Die "Islamlandkarte" sorgte bei vielen für Empörung, seitdem legt sich der Staub nicht. Im Gegenteil: Fanatische Personen drohen nun den an der Karte beteiligten Personen mit Gewalttaten bis hin zum Mord.

Nachdem bereits Mouhanad Khorchide (49) als wissenschaftlicher Leiter der umstrittenen "Islam-Landkarte" attackiert und bedroht wurde und offenbar ebenso wie der Initiator der Karte, Ednan Aslan, wegen Drohungen unter Polizeischutz gestellt wurde, trifft es nun Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP). Raab, die die Islamkarte präsentiert hatte, hat nach "Heute"-Informationen nun ebenfalls massive Drohungen erhalten. Sogar von Mord an der schwangeren Politikerin sei die Rede.

"Anfeindungen reichen bis zu Morddrohungen"

Die Sicherheitsmaßnahmen sollen nun drastisch verschärft worden sein, einschüchtern ließe man sich aber nicht, heißt es aus dem Ministerium. Schon bei der Präsentation hatte Raab erklärt: "Es stehen hier namhafte Wissenschafter dahinter, die hier umfassend recherchieren und gewissenhaft arbeiten. Dafür braucht es auch Mut, denn die Widerstände und Anfeindungen reichen bis zu Morddrohungen aus dem salafistischen Milieu."

Die Arbeiten der Dokumentationsstelle und der Universität Wien sollen laut der Ministerin Transparenz schaffen "und helfen, die Trennlinie zwischen dem Islam als Religion und der gefährlichen Ideologie des Politischen Islam noch stärker zu ziehen". "Es geht nicht um einen Kampf gegen Muslime, sondern um den Kampf gegen den politischen Islam", stellte die Integrationsministerin am Donnerstag klar. Es solle keinen "Generalverdacht" gegen Muslime geben.  

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