Schwangere Wienerin stirbt an Covid-19, Baby wohlauf

Der tragische Vorfall ereignete sich in der Klinik Ottakring. 
Der tragische Vorfall ereignete sich in der Klinik Ottakring. Denise Auer
In Wien werden immer wieder schwangere Frauen mit Covid-19 ins Spital gebracht. Eine von ihnen verlor den Kampf, das Baby überlebte die Strapazen.

Immer mehr ungeimpfte Schwangere infizieren sich mit Corona, was fatale Folgen mit sich zieht. Seit März 2020 wurden in den Wiener Kliniken insgesamt 400 schwangere Frauen mit der Diagnose Covid-19 stationär behandelt, "Heute" berichtete. 

Am Donnerstag bestätigte dann auch der Wiener Gesundheitsverbund gegenüber der APA, dass eine Betroffene sogar ihr Leben an Covid-19 verlor. Dem Bericht zu Folge ereignete sich der tragische Vorfall in der Klinik Ottakring. Die Frau war den Angaben zufolge Anfang 30. "Keine, die wirklich Behandlung gebraucht hat, war geimpft", hielt dazu Barbara Maier, Leiterin der Geburtenstation in Ottakring, fest.

Intensivpatientinnen um die 30 Jahre alt

Die Klinik Ottakring ist neben der Klinik Favoriten als Anlaufstelle für werdende Mütter vorgesehen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Die bislang in Ottakring stationär aufgenommenen Frauen waren zwischen 28 und 33 Jahren alt. Aktuell werden zwei Personen betreut, eine davon sogar intensivmedizinisch. 

Bislang wurden 13 Frauen rund um den Geburtstermin, also kurz davor oder kurz danach, intensivmedizinisch betreut. Sie waren zwischen und 30 und 32 Jahre alt. 

Baby wohlauf

Maier berichtete am Donnerstag von unterschiedlichen Krankheitsverläufen. Von leichten Verläufen und milden Symptomen bis hin zu "vielen Wochen" auf der Intensivstation oder gar dem Ableben war bislang alles dabei. Immerhin: Das Baby der verstorbenen Patientin sei gesund zur Welt gekommen und wohlauf, heißt es. 

Experten raten schwangeren Frauen mittlerweile dringend zur Impfung. "Das Risiko einer Fehlgeburt bei schwangeren Frauen mit symptomatischen Covid-19-Verläufen ist mindestens drei Mal höher", erklärt. Bei der Behandlung von hochschwangeren Patientinnen und auch nach der Entbindung leisten die Spitalsmitarbeiter in Wien Schwerstarbeit. Das Hauptaugenmerk liegt neben der Behandlung der Mutter auch darauf, das Kind, das meisten mittels Kaiserschnitt zur Welt kam, nicht mit dem Coronavirus in Kontakt treten zu lassen. 

Für Ungeborene ist laut den Experten die Impfung sogar gefahrlos, weil die mRNA die Plazentaschranke nicht durchdringt, die werdende Mutter aber Antikörper bildet.

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