Wegen Iran-Krieg

EU-Land prüft jetzt Rationierung von Treibstoff

Ein EU-Land prüft angesichts des Iran-Krieges eine mögliche Rationierung von Kraftstoffen und plant weitere Maßnahmen gegen die Energiekrise.
Newsdesk Heute
23.04.2026, 18:28
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Die schwedische Regierung denkt wegen der "erheblichen Auswirkungen" des Iran-Kriegs auf die eigene Wirtschaft darüber nach, ob es zu einer Rationierung von Treibstoff kommen könnte. Noch ist das aber nicht geplant, wie Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson am Donnerstag erklärte. "Wir sind jedoch auf diesen Fall vorbereitet und werden dies gegebenenfalls rechtzeitig ankündigen."

Laut Kristersson haben sich die Folgen des Krieges für Schwedens Wirtschaft zuletzt verschärft. Aus anfangs "begrenzten Auswirkungen" seien mittlerweile "erhebliche Auswirkungen" geworden. Es bestehe das Risiko, dass die Inflation steigt und das Wirtschaftswachstum langsamer wird.

Finanzministerin Elisabeth Svantesson sprach von der "schlimmsten Krise seit sehr, sehr langer Zeit, was die Energie betrifft". Sollte der Krieg noch länger dauern, könne "eine Rationierung von Kraftstoffen in Betracht gezogen werden, doch zunächst würden wir eine Empfehlung zum sparsamen Umgang mit Kraftstoffen aussprechen", so Svantesson. Außerdem soll der öffentliche Verkehr Vorrang bekommen.

Schweden müsse unter Umständen auch die eigene Energieproduktion ausbauen, sagte die Finanzministerin. Als Möglichkeiten nannte sie dabei Solar-, Wind-, Wasser- und Atomkraft.

Wegen der steigenden Energiepreise durch den Iran-Krieg hat Schweden schon erste Maßnahmen gesetzt, um die Belastung für Haushalte abzufedern. Dazu zählen etwa spürbare Senkungen der Steuern auf Benzin und Diesel. Anfang Mai will die Regierung eine neue Wirtschaftsprognose präsentieren.

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