Schülerin getötet

Schwedischer Schwert-Angreifer verehrte Anders Breivik

Nach dem tödlichen Schwertangriff in Schweden rückt die rechtsextreme Vergangenheit des 18-jährigen Täters in den Fokus.
Newsdesk Heute
23.08.2026, 07:50
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Nach dem tödlichen Schwertangriff an einer Schule im schwedischen Fagersta werden immer mehr Details über den mutmaßlichen Täter bekannt. Der 18-Jährige soll im Internet Rechtsextremisten und Massenmörder wie Anders Breivik verherrlicht haben. Bei der Attacke am Freitag wurde ein 17-jähriges Mädchen getötet.

Laut schwedischem Rundfunk war der Verdächtige früher Schüler der Brinellskolan und soll noch eine Zugangskarte besessen haben. Er soll die Tat gefilmt haben. Der Alarm ging um 14.06 Uhr ein. "Um 14.16 Uhr war der Täter überwältigt und konnte festgenommen werden. Dabei gab die Polizei Schüsse ab", berichtet ein Polizeisprecher. Der Angreifer wurde ins Bein geschossen.

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Rechtsextreme Inhalte verbreitet

Vor der Tat soll der 18-Jährige auf TikTok ein Foto eines Schwertes veröffentlicht haben, das auf einer Schultoilette aufgenommen worden sein soll. Laut "Expressen" und "Dagens Nyheter" verherrlichte er in eigenen Videos Amokläufer und Massenmörder, darunter Anders Breivik. Zudem soll er Beiträge der populistischen Örebro-Partei, der Partei Alternative für Schweden und Inhalte aus dem rechtsextremen Milieu verbreitet haben.

Laut "Welt" beschäftigte sich der Verdächtige besonders häufig mit dem rassistisch motivierten Schwertangriff auf eine Schule in Trollhättan 2015. Damals tötete Anton Lundin Pettersson drei Menschen, ein Lehrer erlag später seinen Verletzungen. Der Täter von Fagersta soll bei seiner Attacke ähnlich gekleidet gewesen sein – mit schwarzer Maske, Helm und langem schwarzen Mantel. Ob der Anschlag von Trollhättan tatsächlich als Vorbild diente, ist unklar.

Regierungschef besucht Tatort

In Fagersta herrscht Trauer. "Wir haben ein Mädchen verloren, das ihre ganze Zukunft noch vor sich hatte", so eine Lehrerin des Todesopfers zur Zeitung "Dagens Nyheter."

Ministerpräsident Ulf Kristersson und Oppositionsführerin Magdalena Andersson sagten ihre Wahlkampfauftritte ab und besuchten am Samstag den Tatort. Sie sprachen mit betroffenen Jugendlichen, legten Blumen nieder und entzündeten Kerzen.

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