Brisantes Manifest

Nach Schul-Amoklauf – jetzt besteht Terror-Verdacht

Vergangene Woche kam es an einer Schule in Bayern zu einer schrecklichen Bluttat. Ein 16-Jähriger wurde festgenommen. Nun gibt es neue Hinweise.
Newsdesk Heute
14.07.2026, 14:05
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Am Mittwoch spielten sich an einem Gymnasium in Schongau in Oberbayern schreckliche Szenen ab: Ein 16-Jähriger steht im Verdacht, zwei 13 Jahre alte Mädchen mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Sie befinden sich weiterhin im Krankenhaus.

Der Teenager wurde festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Bei ihm soll es sich um einen ehemaligen Schüler des Gymnasiums handeln. Nun haben die Ermittler neue Hinweise entdeckt, aufgrund derer sich nun die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus einschaltet.

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Hass gegen Juden, Muslime & Co.

Dabei soll es sich um ein Manifest des Verdächtigen handeln. Dieses soll laut einem "Spiegel"-Bericht 19 Seiten umfassen. Darin sollen Muslime, Schwule und Transpersonen, Menschen mit Übergewicht beleidigt worden sein. Zudem seien Gewaltfantasien gegen Kinder geäußert worden. Frauen wurden offenbar als "zurückgebliebene Tussis" und "geldgierige Schlampen" bezeichnet. Auch gegen Juden sei heftig ausgeteilt worden.

Des Weiteren habe sich der Verfasser selbst als "16-Jährigen mit viel zu viel Hass im Herzen", als "rechtsgerichtet" und als "faschistischer Akzelerationist" bezeichnet. Letzterer Begriff stehe für Anhänger rechtsextremer Ideologien, die sich einen Zusammenbruch der demokratischen Gesellschaft und einen Rassenkrieg wünschen.

Der Autor schrieb auch, dass er an der Schule "gemobbt, angegriffen und ausgeraubt" worden sei. Demnach sei sein Leben "zum Scheitern verurteilt" gewesen.

Schreiben wird geprüft

Die Behörden wollten sich noch nicht näher dazu äußern. Aktuell werde überprüft, ob das Schreiben, welches ins Netz gestellt wurde, tatsächlich von dem 16-Jährigen stammt. Unklar ist auch, ob der Verdächtige die Tat per Livestream übertragen wollte.

Jedenfalls war der 16-Jährige bereits auf dem Radar der Sicherheitsbehörden, berichtet "Bild". Gegen ihn liefen 2025 Ermittlungen wegen des Verdachts der Drohung gegen Mitschüler und dem mutmaßlichen Verherrlichen von Amokläufen im Netz.

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