Am Montag erschütterte eine grausame Bluttat die kalifornische Stadt San Diego. Die beiden Angreifer – 17 und 18 Jahre alt – stürmten ein islamisches Zentrum und eröffneten das Feuer. Drei Menschen wurden erschossen, danach richteten sich die jungen Männer selbst.
Nun sind Aufnahmen des Verbrechens im Netz aufgetaucht. Es wird demnach davon ausgegangen, dass die beiden Angreifer die Tat live ins Internet übertrugen. Die Bilder zeigen, wie sich die Männer mit Gewehren sowie einer Pistole bewaffnen und die Moschee betreten. Auch ein Opfer, welches in einer Blutlache liegt, wird gezeigt. Die letzten Aufnahmen zeigen die beiden Männer in einem Auto. Wie die "Krone" berichtet, soll der eine zunächst auf den Beifahrer und dann auf sich selbst geschossen haben.
Bisher wurde jedoch noch nicht offiziell bestätigt, dass das Videomaterial echt ist. Wie CNN unter Berufung auf eine anonyme Quelle aus Ermittlungskreisen berichtet, werden die Aufnahmen als echt eingestuft. Zudem sollen die Waffen der Angreifer mit Symbolen, Zahlencodes und Abkürzungen beschriftet gewesen sein, die auf den Nationalsozialismus und frühere Gewalttaten verwiesen würden.
Dazu würde auch ein angebliches 75-seitiges Manifest passen, welches ebenfalls im Netz kursiere und von den Angreifern stammen soll. Auch darin seien Nazi- und Neonazi-Symbole enthalten. Des Weiteren werde auch das Christchurch-Attentat auf zwei Moscheen in Neuseeland aus dem Jahr 2019 erwähnt. Dabei wurden 51 Menschen ermordet. Auch hierzu halten sich die Ermittler bedeckt.
Innerhalb der muslimischen Gemeinde werden die Opfer des nunmehrigen Angriffs in San Diego als Helden gefeiert. Sie hätten verhindert, dass die beiden Männer zu etwa 140 Kindern im Gebäude gelangen konnten. Demnach hätten der Wachmann und die zwei weiteren Personen ein größeres Blutbad verhindert. Laut der Polizei seien sie "nicht umsonst gestorben".