Damit hatte wohl kaum jemand gerechnet! Die Schweiz kam bei ihrem WM-Start in Santa Clara gegen Katar nicht über ein 1:1 hinaus und kassierte in der Schlussphase noch den bitteren Ausgleich. Entsprechend groß war der Frust bei den Eidgenossen. Vor allem Kapitän Granit Xhaka zeigte sich nach dem Schlusspfiff verärgert – und sparte nicht mit Kritik an den eigenen Teamkollegen.
"Man muss tun, was der Trainer verlangt und nicht irgendwie alleine den Showmaker machen", schimpfte der Sunderland-Profi nach dem Spiel. Doch damit nicht genug. Xhaka legte nach: "Es hat auch mit Disziplin zu tun. Wenn ein Trainer einen Spieler reinbringt und der versucht, alles alleine zu machen, dann wird es schwierig."
Wen genau der Schweizer Kapitän damit meinte, ließ er offen. Für Gesprächsstoff sorgten seine Aussagen aber dennoch.
Dabei hatte die Schweiz die Partie lange im Griff. Breel Embolo brachte die Eidgenossen früh in Führung und stellte die Weichen zunächst auf Sieg. In weiterer Folge vergaben die Schweizer jedoch mehrere gute Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Das rächte sich spät, als Katar noch zum überraschenden Ausgleich kam.
Für Xhaka lag einer der Gründe auf der Hand. Nach der Pause habe die Ordnung auf dem Platz gefehlt. "Wir haben nicht mehr auf den Positionen gespielt wie in der ersten Halbzeit. Jeder ist ein bisschen irgendwohin gelaufen", analysierte der Mittelfeldchef.