Negativrekord für den ÖSV! Während Marco Odermatt, Alexis Monney und Stefan Rogentin in Garmisch einen Schweizer Dreifachsieg perfekt machten, blieben die österreichischen Abfahrer auch im 23. Rennen in Folge ohne Sieg. Bester Österreicher war Vincent Kriechmayr als Vierter. Für Odermatt war es bereits der 54. Weltcupsieg, damit zieht er mit Hermann Maier gleich.
Der Schweizer verarbeitete sein Olympia ohne Gold im Stil eines Champions. Auf der "Kandahar" in Garmisch-Partenkirchen dominierte er die Konkurrenz und führte die Eidgenossen zum nächsten Triumph. Monney (+0,04 Sekunden) und Rogentin (+0,98) komplettierten das Podest, Triple-Olympiasieger Franjo von Allmen wurde nach einem Fehler Sechster. Kriechmayr landete zeitgleich mit dem Italiener Giovanni Franzoni auf Rang vier (+1,20).
Mit seinem Erfolg stellte Odermatt zudem die Weichen Richtung dritter Abfahrtskugel in Serie. Zwei Rennen vor Saisonende in Courchevel und Kvitfjell führt er mit 610 von 700 möglichen Punkten komfortabel mit 175 Zählern Vorsprung auf von Allmen. Sechs der bisherigen sieben Saisonabfahrten gingen an die Schweiz. Auch im Super-G liegt Odermatt mit 425 Punkten klar vor Kriechmayr (267).
Für Österreich setzt sich hingegen die historische Durststrecke fort. Nach acht Saisonabfahrten inklusive Olympia steht nur ein Podestplatz zu Buche – Kriechmayr war in Wengen Zweiter geworden. Mit nun 23 sieglosen Rennen in Folge erlebt der ÖSV die längste Niederlagenserie seiner Weltcup-Geschichte. Der letzte Abfahrtssieg datiert vom 15. März 2023 in Soldeu ebenfalls eingefahren von Kriechmayr.