Neuer Verhaltenskodex

Schweizer Medien setzen auf strenge KI-Regeln

In der Schweiz haben sich Medien auf strenge KI-Regeln geeinigt. Der neue Kodex soll das Vertrauen der Öffentlichkeit stärken.
Technik Heute
09.05.2026, 21:07
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Die Schweizer Medienbranche hat beim Swiss Media Forum in Luzern einen verbindlichen Verhaltenskodex für den verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz präsentiert.

Hinter dem Kodex stehen der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM), die SRG SSR und die Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die neuen Regeln sollen bis Ende des Jahres umgesetzt werden.

"Vertrauen ist das wertvollste Gut der Medien", erklärt VSM-Präsident Andrea Masüger, wie heise.de berichtet. Die rasante Entwicklung von KI stelle die Branche vor große Herausforderungen und eröffne zugleich Chancen.

Vier Grundsätze und strenge Kennzeichnungspflichten

Der Kodex basiert auf vier zentralen Grundsätzen: Anwenderkenntnisse, Schutz demokratischer Prozesse, Datenschutz und Transparenz. Mitarbeiter von Medienunternehmen sollen für den Umgang mit KI-Systemen geschult werden.

Vollständig KI-generierte Inhalte müssen künftig für das Publikum erkennbar gemacht werden. Auch Chatbots, die von Nutzern mit Menschen verwechselt werden könnten, unterliegen einer Kennzeichnungspflicht.

Meldestellen und Ombudsstelle geplant

Die Unternehmen richten eigene KI-Meldestellen ein, bei denen jeder einen Verstoß melden kann. Zusätzlich soll eine unabhängige Ombudsstelle eingerichtet werden, die jährlich einen Bericht veröffentlicht.

Der Kodex orientiert sich an der Konvention des Europarats zur künstlichen Intelligenz und ist als Instrument der Selbstregulierung konzipiert.

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