Im Skiweltcup sorgt ein prominenter Ausrüsterwechsel für Aufsehen: Der Schweizer Justin Murisier verlässt nach sechs Jahren die Marke Head und fährt künftig auf Kästle-Ski.
Die traditionsreiche Firma aus Hohenems war vor allem in den 1980er-Jahren durch Pirmin Zurbriggen äußerst erfolgreich. Der Schweizer gewann auf Kästle-Ski unter anderem vier Gesamtweltcups und olympisches Gold.
Ilka Stuhec feierte bei den Damen 2023 den letzten Weltcupsieg für Kästle, Überraschungsmann Jan Zabystran im vergangenen Dezember sensationell beim Super-G in Gröden.
Kästle-Botschafter Pirmin Zurbriggen : "Das Ganze erinnert mich an Stöckli – vor der großen Ära von Marco Odermatt. Lange Zeit hat sich kein Abfahrer getraut, auf Stöckli-Ski zu wechseln, bis der junge Marco Odermatt in eindrücklicher Manier bewiesen hat, dass auch die Ski einer kleineren Firma extrem schnell sind. Und nun hat Zabystran gezeigt, dass auch unser Material perfekt funktioniert."
Nach einer Saison mit nur zwei Top-Ten-Platzierungen wollte Murisier offenbar den Neustart und verließ die Vorarlberger Marke Head. Über Instagram teilte er mit: "Es ist emotional, nicht nur die Marke, sondern auch die Menschen zu verlassen, die mich über Jahre schneller gemacht haben."